Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026

Wahl zum 19. Landtag am 22. März 2026 – amtliches Endergebnis

Deutschhaus in Mainz, Sitz des Landtags Rheinland-Pfalz

Das Deutschhaus in Mainz ist Sitz des Landtags Rheinland-Pfalz. Foto: Flocci Nivis, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 4.0

Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März 2026 wurde die CDU mit 31,0 Prozent stärkste Partei vor der SPD mit 25,9 Prozent. Die CDU liegt damit erstmals seit 1987 vorn; die SPD erzielte ihr schlechtestes Ergebnis in Rheinland-Pfalz. Die AfD kam auf 19,5 Prozent.1 2

CDU und SPD bilden eine gemeinsame Regierung. Am 18. Mai 2026 wählte der Landtag Gordon Schnieder (CDU) zum Ministerpräsidenten. Er löste Alexander Schweitzer (SPD) ab.3

Amtliches Endergebnis

Ergebnis

Sitzverteilung

Wahlen seit 1991

Tabelle

Partei Landesstimmen % Wahlkreismandate Listensitze Sitze
CDU 627.954 31,0 39 0 39
SPD 525.807 25,9 13 19 32
AfD 394.756 19,5 0 24 24
Grüne 160.073 7,9 0 10 10
Die Linke 88.983 4,4 0
Freie Wähler 84.972 4,2 0
FDP 42.063 2,1 0
Insgesamt 52 53 105

Quelle: Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, Bekanntmachung des endgültigen Ergebnisses vom 2. April 2026; Stimmenzahlen von Linke und FDP laut Statistischem Landesamt nach Wikipedia.1

  • Stimmberechtigte: 2.990.064
  • Wählerinnen und Wähler: 2.046.542
  • Wahlbeteiligung: 68,4 % (2021: 64,3 %)

Die CDU gewann 39 der 52 Wahlkreise, die SPD 13. Weil die CDU zwei Überhangmandate erhielt, bekamen SPD und AfD je ein Ausgleichsmandat; der Landtag wuchs dadurch erstmals über die gesetzliche Größe von 101 auf 105 Sitze.4 FDP und Freie Wähler sind nicht mehr im Landtag vertreten.

Die letzten Umfragen von Forschungsgruppe Wahlen, Infratest dimap und INSA lagen im Mittel um etwa einen Prozentpunkt je Partei neben dem Ergebnis; alle drei sahen die CDU zwei bis drei Punkte zu niedrig.5

Regierungsbildung: CDU und SPD unter Schnieder

Vor der Wahl regierte eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP, zunächst unter Malu Dreyer, ab dem 10. Juli 2024 unter Alexander Schweitzer (SPD). Spitzenkandidaten waren unter anderem Schweitzer (SPD), Gordon Schnieder (CDU), Jan Bollinger (AfD), Katrin Eder (Grüne), Daniela Schmitt (FDP) und Joachim Streit (Freie Wähler).4

  • 8. April 2026: CDU und SPD beenden ihre Sondierungen und kündigen Koalitionsverhandlungen an.6
  • 18. Mai 2026: Der Landtag wählt Gordon Schnieder zum Ministerpräsidenten. Er erhält 63 Ja-Stimmen bei 38 Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen und zwei ungültigen Stimmen, acht Stimmen weniger, als CDU und SPD Abgeordnete haben (71 von 105).3

Die Landesregierung ist das Kabinett Schnieder aus CDU und SPD.7 Die FDP-Landesvorsitzende Daniela Schmitt zog sich nach der Wahl von der Parteispitze zurück.8

Die Wahlperiode dauert fünf Jahre; nach Artikel 84 der Landesverfassung wird 57 bis 60 Monate nach dem Zusammentritt des Landtags neu gewählt.

Weiterführende Artikel

Einzelnachweise

  1. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, Bekanntmachung über das endgültige Ergebnis der Wahl zum 19. Landtag, Bad Ems, 02.04.2026. 2

  2. wahlrecht.de, Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz (Ergebnisse 1991–2021; die dort für 2026 genannte Wahlbeteiligung weicht vom amtlichen Wert ab).

  3. tagesschau, Schnieder zum Ministerpräsidenten gewählt, 18.05.2026. 2

  4. Wikipedia, Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026, abgerufen am 14.09.2026. 2

  5. wahlrecht.de, Sonntagsfrage Rheinland-Pfalz.

  6. SWR Aktuell, Nach Sondierungen nun Koalitionsverhandlungen in RLP – was bedeutet das?, 08.04.2026.

  7. Wikipedia, Kabinett Schnieder, abgerufen am 14.09.2026.

  8. SWR Aktuell, Schmitt zieht sich von FDP-Landesspitze zurück, 23.03.2026.

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2026.

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