Europawahl 2029

Termin, Wahlrecht und Ausgangslage: die zehnte Direktwahl des Europäischen Parlaments

Zuletzt aktualisiert am 1. Oktober 2026

Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Straßburg

Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Straßburg während einer Sitzung (Februar 2014). Foto: David Iliff, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, bearbeitet

Die nächste Europawahl findet voraussichtlich im Juni 2029 statt. Das Europäische Parlament wird alle fünf Jahre gewählt; die laufende zehnte Wahlperiode begann nach der Wahl vom 6. bis 9. Juni 2024 mit der konstituierenden Sitzung im Juli 2024. Ein Beschluss des Rates der Europäischen Union über den Wahlzeitraum 2029 liegt noch nicht vor, ebenso wenig die Festlegung des deutschen Wahltags durch die Bundesregierung (Stand: 1. Oktober 2026).

2029 ist damit ein Superwahljahr: Zwischen dem 26. Januar und dem 25. März 2029 wird der Bundestag gewählt, wenige Monate später das Europäische Parlament, im Herbst folgen die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. Diese Seite erklärt, wie der Termin der Europawahl zustande kommt, nach welchen Regeln in Deutschland gewählt wird, ob 2029 erstmals eine Sperrklausel gilt und wie die Europawahl 2024 in Deutschland ausgegangen ist.

Termin: voraussichtlich Juni 2029

Die Europawahl findet in allen Mitgliedstaaten innerhalb eines gemeinsamen Zeitraums von Donnerstag bis Sonntag statt; jeder Staat legt seinen Wahltag innerhalb dieses Zeitraums selbst fest. In Deutschland und den meisten anderen Ländern wird an einem Sonntag gewählt, in den Niederlanden zum Beispiel am Donnerstag.

Den Rahmen setzt der Direktwahlakt von 1976: Die Wahl findet in dem Zeitraum des letzten Jahres der fünfjährigen Wahlperiode statt, der dem Zeitraum der ersten Europawahl entspricht – diese fand vom 7. bis 10. Juni 1979 statt. Erweist es sich als unmöglich, in diesem Zeitraum zu wählen, kann der Rat der EU nach Anhörung des Europäischen Parlaments einstimmig einen anderen Wahlzeitraum bestimmen; ein solcher Beschluss soll mindestens ein Jahr vor Ablauf der Wahlperiode gefasst werden. Bisher geschah das viermal: 1984 und 1989 wurde die Wahl um eine Woche nach hinten, 2014 und 2019 um zwei Wochen nach vorn verlegt. Für 2024 bestätigte der Rat am 22. Mai 2023 den Zeitraum 6. bis 9. Juni.

Rein rechnerisch fällt der reguläre Zeitraum 2029 auf Donnerstag, den 7. Juni, bis Sonntag, den 10. Juni 2029 (eigene Kalenderberechnung). Ob der Rat diesen Zeitraum bestätigt oder verschiebt, ist offen. Den deutschen Wahltag bestimmt anschließend die Bundesregierung nach § 7 des Europawahlgesetzes;1 für die Wahl 2024 tat sie das am 10. August 2023, zehn Monate vor der Wahl.2

Schritt Zuständig Beispiel 2024
Festlegung oder Bestätigung des Wahlzeitraums (Donnerstag bis Sonntag) Rat der EU, einstimmig nach Anhörung des Parlaments 22. Mai 2023
Bestimmung des deutschen Wahltags (ein Sonntag) Bundesregierung (§ 7 EuWG) 10. August 2023
Einreichung der Wahlvorschläge bei der Bundeswahlleiterin Parteien und politische Vereinigungen bis 18. März 2024 (83. Tag vor der Wahl)
Zulassung der Wahlvorschläge Bundeswahlausschuss 29. März 2024
Wahltag in Deutschland Sonntag, 9. Juni 2024
Konstituierende Sitzung des neuen Parlaments Europäisches Parlament 16. Juli 2024
Wahl der Kommissionspräsidentin durch das Parlament Europäisches Parlament 18. Juli 2024

Quellen: Bundeswahlleiterin, Deutscher Bundestag, Europäisches Parlament.2345

Umfragen zur Europawahl 2029

Umfragen zur Europawahl 2029 gibt es noch nicht. Die Institute erheben die Sonntagsfrage zur Europawahl erst kurz vor dem Wahltermin; in der übrigen Zeit fragen sie nach der Bundestagswahl. Wie lange vorher Umfragen erscheinen, zeigt der Blick auf 2024: Nach der Europawahl vom Mai 2019 veröffentlichte wahlrecht.de die erste Umfrage zur Europawahl 2024 am 31. Juli 2023 (INSA), also gut zehn Monate vor der Wahl; regelmäßig erschienen Umfragen erst ab Februar 2024, rund vier Monate vor dem Wahltag. Insgesamt verzeichnete wahlrecht.de 19 Umfragen zur Europawahl 2024, 18 davon im Wahljahr, von INSA, der Forschungsgruppe Wahlen, Infratest dimap, Ipsos, Forsa und YouGov. Die jüngste dort erfasste Umfrage stammt vom 7. Juni 2024 (Ipsos), zwei Tage vor der Wahl; seither ist keine Umfrage zur Europawahl hinzugekommen (Stand: 1. Oktober 2026).6

Mit ersten Umfragen zur Europawahl 2029 ist danach frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2028 zu rechnen, mit regelmäßigen Erhebungen in den Monaten vor der Wahl – also parallel zum Endspurt der Bundestagswahl 2029. Bis dahin geben die Umfragen zur Bundestagswahl die bundesweite Stimmung wieder; sie sind allerdings nicht auf die Europawahl übertragbar, bei der es keine Sperrklausel gibt und kleine Parteien deshalb regelmäßig besser abschneiden. Sobald Umfragen zur Europawahl 2029 vorliegen, werden sie hier ergänzt.

Superwahljahr 2029

Die Europawahl ist 2029 nur eine von mehreren Wahlen. Der Bundestag muss zwischen dem 26. Januar und dem 25. März 2029 neu gewählt werden – die Bundestagswahl liegt also voraussichtlich nur wenige Monate vor der Europawahl. Mehr dazu auf der Seite Wann ist die nächste Bundestagswahl?.

Im Frühjahr 2029 stehen außerdem Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie die Wahlen zu den Hamburger Bezirksversammlungen an; im Herbst 2029 wählen Brandenburg, Sachsen und Thüringen neue Landtage.7 Alle Termine sammelt der Wahlkalender.

Das Wahlrecht zur Europawahl in Deutschland

Es gibt kein einheitliches europäisches Wahlrecht. Die Wahl richtet sich nach den nationalen Wahlgesetzen, in Deutschland nach dem Europawahlgesetz (EuWG) und der Europawahlordnung.2 Die wichtigsten Regeln:

  • 96 Abgeordnete: Deutschland stellt 96 der 720 Abgeordneten des Europäischen Parlaments – die Höchstzahl, die einem Mitgliedstaat zusteht; die Untergrenze liegt bei sechs Sitzen. Für die Wahlperiode 2024 bis 2029 hatte der Europäische Rat die Gesamtzahl im September 2023 um 15 auf 720 Sitze erhöht; Deutschland behielt seine 96 Sitze.8 Das ganze Bundesgebiet bildet einen Wahlkreis.
  • Verhältniswahl mit Listen: Gewählt wird nach den Grundsätzen der Verhältniswahl mit Listenwahlvorschlägen. Parteien können Listen für einzelne Länder oder eine gemeinsame Liste für alle Länder aufstellen; jeder Wähler hat eine Stimme. Die Sitze werden mit einem Divisorverfahren mit Standardrundung (Sainte-Laguë/Schepers) verteilt.9 Einzelbewerbungen sind – anders als bei der Bundestagswahl – nicht zugelassen. Zur Wahl 2024 ließ der Bundeswahlausschuss am 29. März 2024 die Wahlvorschläge von 35 Parteien und politischen Vereinigungen zu; 33 davon traten mit einer gemeinsamen Liste für alle Länder an, die CDU mit Landeslisten in allen Ländern außer Bayern, die CSU nur in Bayern, sodass auf jedem Stimmzettel 34 Wahlvorschläge standen.4
  • Keine Sperrklausel: Das Bundesverfassungsgericht erklärte 2011 die Fünf-Prozent-Hürde und 2014 die Drei-Prozent-Hürde im Europawahlrecht für verfassungswidrig.1011 Die Drei-Prozent-Klausel steht zwar noch als § 2 Absatz 7 im Gesetzestext, ist aber seit dem Urteil nichtig.9 Bei der Wahl 2024 gewannen deshalb 15 Parteien aus Deutschland mindestens einen Sitz, acht davon mit weniger als 3 Prozent der Stimmen (siehe die Diagramme unten). In den meisten anderen Mitgliedstaaten gibt es dagegen eine Hürde: Zehn Staaten wenden 5 Prozent an, Italien, Österreich und Schweden 4 Prozent, Griechenland 3 Prozent und Zypern 1,8 Prozent.12
  • Wahlalter 16: Wahlberechtigt sind Deutsche und in Deutschland lebende Unionsbürger, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben.13 Der Bundestag hatte das aktive Wahlalter am 10. November 2022 von 18 auf 16 Jahre gesenkt; die Wahl 2024 war die erste Europawahl, bei der 16- und 17-Jährige in Deutschland wählen durften. Kandidieren kann man ab 18 Jahren.3 Neben Deutschland lassen Belgien, Malta und Österreich ab 16 Jahren wählen, Griechenland ab 17; in den übrigen Mitgliedstaaten gilt das Wahlalter 18.12

Kommt 2029 eine Sperrklausel?

Der Rat der EU beschloss am 13. Juli 2018 eine Änderung des Direktwahlakts, nach der Mitgliedstaaten mit Wahlkreisen von mehr als 35 Sitzen eine Sperrklausel zwischen 2 und 5 Prozent einführen müssen. Weil das nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts den Vorgaben des Grundgesetzes widerspricht, war für die deutsche Zustimmung eine Zweidrittelmehrheit in Bundestag und Bundesrat nötig. Der Bundestag nahm das Zustimmungsgesetz am 15. Juni 2023 in namentlicher Abstimmung mit 568 Ja- und 111 Nein-Stimmen an; ein Gesetzentwurf der Unionsfraktion, der die Hürde in Deutschland am unteren Ende, also bei 2 Prozent, festlegen wollte, wurde abgelehnt.14 Der Bundesrat stimmte dem Gesetz am 7. Juli 2023 zu.15 Anträge der Partei Die PARTEI gegen das Zustimmungsgesetz verwarf das Bundesverfassungsgericht am 6. Februar 2024 als unzulässig; es stellte dabei fest, dass das Gesetz noch nicht in Kraft getreten ist und es bei Europawahlen in Deutschland derzeit keine gesetzliche Sperrklausel gibt.16 Danach wurde das Gesetz ausgefertigt und am 13. März 2024 im Bundesgesetzblatt verkündet.17 Damit hat Deutschland seinen Teil der Ratifizierung abgeschlossen.

Die Änderung des Direktwahlakts tritt aber erst in Kraft, wenn alle Mitgliedstaaten sie nach ihren verfassungsrechtlichen Vorschriften gebilligt haben. Nach einer Übersicht des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments vom Februar 2025 haben 26 Mitgliedstaaten die Änderung gebilligt; nur die Ratifizierung durch Spanien stand aus.18 Daran hat sich seither nichts geändert: Die Kurzdarstellung des Europäischen Parlaments zum Wahlverfahren nennt im April 2026 die Änderung weiterhin als nicht in Kraft, weil Spanien nicht ratifiziert hat.12 Am 20. Januar 2026 nahm das Parlament einen Bericht des spanischen Abgeordneten Borja Giménez Larraz (EVP) mit 417 zu 234 Stimmen bei 9 Enthaltungen an, der die spanische Regierung auffordert, die Ratifizierung nicht länger zu blockieren; das Parlament weist darauf hin, dass die fehlende Ratifizierung auch die verpflichtenden Regeln in anderen Staaten blockiert, etwa die Sperrklausel in Deutschland.1920

Hinzu kommt eine Frist im Direktwahlakt selbst: Die Pflicht zur Sperrklausel gilt erst ab der zweiten Europawahl nach dem Inkrafttreten der Änderung.18 Selbst wenn Spanien noch vor 2029 ratifizieren sollte, müsste Deutschland die Hürde also erst zur Europawahl 2034 einführen. Eine Änderung des Europawahlgesetzes, die eine Sperrklausel festlegt, hat der Bundestag bislang nicht beschlossen; das Zustimmungsgesetz von 2023 legt selbst keine Hürde fest. Nach dem belegten Stand wird die Europawahl 2029 in Deutschland deshalb wie 2019 und 2024 ohne Sperrklausel stattfinden (Stand: 18. September 2026). Eine ausführliche Darstellung der Rechtslage gibt der Artikel Fünf-Prozent-Hürde.

Was eine Hürde von 2 Prozent bedeuten würde, zeigt das Ergebnis von 2024: Fünf Parteien zogen mit weniger als 2 Prozent der Stimmen ins Parlament ein – Die PARTEI, die Tierschutzpartei, die ÖDP, die Familienpartei und die Partei des Fortschritts (PdF) mit zusammen sechs Sitzen. Drei weitere Parteien lagen zwischen 2 und 3 Prozent: Die Linke, die Freien Wähler und Volt mit je drei Sitzen. Diese Parteien hätten bei einer Drei-Prozent-Hürde ihre Sitze verloren.21

Rechnet man das Ergebnis von 2024 mit einer Zwei-Prozent-Hürde nach, wären die sechs Sitze der fünf kleinsten Parteien nach Sainte-Laguë/Schepers an CDU (+2), AfD (+2), SPD (+1) und CSU (+1) gegangen (eigene Berechnung aus den amtlichen Stimmenzahlen). Für Volt, die Linke und die Freien Wähler hätte sich nichts geändert.

Ausgangslage: Das Ergebnis der Europawahl 2024 in Deutschland

Bei der Europawahl am 9. Juni 2024 lag die Union deutlich vorn, die AfD wurde zweitstärkste Kraft. Die Grünen verloren gegenüber 2019 am stärksten; das erstmals angetretene BSW erreichte aus dem Stand 6,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung stieg auf 64,7 Prozent (2019: 61,4 Prozent).21

Ergebnis 2024

Sitze 2024

Wahlberechtigt waren 61.963.020 Personen, 40.114.939 gaben ihre Stimme ab; 39.810.489 Stimmen waren gültig. Die CDU kam bundesweit auf 23,7 Prozent und 23 Sitze, die CSU auf 6,3 Prozent und 6 Sitze – zusammen 30,0 Prozent (2019: 28,9 Prozent). Die AfD gewann 4,9 Punkte hinzu und stellt mit 15 Abgeordneten vier mehr als 2019; die SPD verlor zwei Sitze und hält 14. Die Grünen büßten 8,6 Punkte und neun ihrer 21 Sitze ein; das BSW zog mit sechs Abgeordneten neu ein. Die FDP behielt ihre fünf Sitze, die Linke verlor zwei und hält noch drei. Volt steigerte sich von 0,7 auf 2,6 Prozent und von einem auf drei Sitze, die Freien Wähler von zwei auf drei. Die PARTEI (zwei Sitze), Tierschutzpartei, ÖDP und Familienpartei (je ein Sitz) hielten ihre Mandate, die Partei des Fortschritts zog neu ein; die Piratenpartei, 2019 noch mit einem Sitz vertreten, verpasste mit 0,5 Prozent den Wiedereinzug.2122 Wie sich die Stimmung seit 2024 entwickelt hat, zeigen die Umfragen zur Bundestagswahl.

Wahlbeteiligung seit 1979

Die Wahlbeteiligung bei Europawahlen liegt in Deutschland traditionell deutlich unter der bei Bundestagswahlen. Nach 65,7 Prozent bei der ersten Direktwahl 1979 sank sie mit Schwankungen bis auf 43,0 Prozent im Jahr 2004, den niedrigsten Wert; 2009 (43,3 Prozent) und 2014 (48,1 Prozent) blieb sie unter der Hälfte der Wahlberechtigten. Erst 2019 stieg sie sprunghaft auf 61,4 Prozent, 2024 folgten 64,7 Prozent – der höchste Wert seit 1979. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2025 lag die Beteiligung bei 82,5 Prozent.23

EU-weit verlief die Entwicklung ähnlich, auf niedrigerem Niveau: Von 62,0 Prozent im Jahr 1979 fiel die Beteiligung in allen Mitgliedstaaten zusammen bis 2014 auf 42,6 Prozent. 2019 stieg sie erstmals seit 1979 wieder an, auf 50,7 Prozent, und blieb 2024 mit 50,7 Prozent auf diesem Stand.24 Deutschland lag damit 2024 rund 14 Punkte über dem EU-Durchschnitt.

Spitzenkandidaten und Kommissionspräsidentschaft

Anders als bei der Bundestagswahl wird mit der Europawahl keine Regierung gewählt. Über die Besetzung der Kommissionspräsidentschaft entscheidet nach Artikel 17 Absatz 7 des EU-Vertrags der Europäische Rat, der dem Parlament unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Europawahl einen Kandidaten vorschlägt; das Parlament wählt ihn dann mit der Mehrheit seiner Mitglieder.25 Seit 2014 verbinden die europäischen Parteienfamilien damit das Spitzenkandidaten-Prinzip: Wer für die stärkste Partei antritt, soll Kommissionspräsident werden.12

  • 2014: Die europäischen Parteien stellten erstmals Spitzenkandidaten auf. Jean-Claude Juncker, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP), wurde am 15. Juli 2014 mit 422 Stimmen zum Kommissionspräsidenten gewählt.26
  • 2019: Das Parlament hatte vorher erklärt, keinen Kandidaten zu akzeptieren, der nicht Spitzenkandidat einer europäischen Partei war. Der Europäische Rat schlug dennoch Ursula von der Leyen vor, die nicht angetreten war; das Parlament wählte sie am 16. Juli 2019 mit 383 Stimmen, neun mehr als nötig.1227
  • 2024: Von der Leyen trat als Spitzenkandidatin der EVP an. Nach dem Wahlsieg der EVP wählte das Parlament sie am 18. Juli 2024 mit 401 von 719 Stimmen erneut zur Kommissionspräsidentin; nötig waren 360.5

Ob und mit welchen Spitzenkandidaten die europäischen Parteien 2029 antreten, ist noch nicht entschieden (Stand: 18. September 2026). Die Wahlvorschläge der deutschen Parteien mit ihren Kandidaten müssen erst am 83. Tag vor der Wahl bei der Bundeswahlleiterin vorliegen; 2024 war das der 18. März.2

Weiterführende Artikel

Einzelnachweise

  1. Europawahlgesetz, § 7 Wahltag. ↩

  2. Die Bundeswahlleiterin, Europawahl 2024 – Wahl zum 10. Europäischen Parlament am 9. Juni 2024, abgerufen am 14.09.2026. ↩ ↩2 ↩3 ↩4

  3. Deutscher Bundestag, Europawahl am 9. Juni: Deutschland wählt 96 Abgeordnete, Januar 2024. ↩ ↩2

  4. Die Bundeswahlleiterin, Europawahl 2024: Der Bundeswahlausschuss lässt 35 Parteien und sonstige politische Vereinigungen zu, Pressemitteilung vom 29.03.2024. ↩ ↩2

  5. Europäisches Parlament, Parlament wählt Ursula von der Leyen erneut zur Kommissionspräsidentin, Pressemitteilung vom 18.07.2024. ↩ ↩2

  6. wahlrecht.de, Umfragen zur Europawahl, Tabelle der Umfragen vor der Europawahl 2024, abgerufen am 01.10.2026. ↩

  7. wahlrecht.de, Wahltermine in Deutschland, abgerufen am 14.09.2026. ↩

  8. Europäisches Parlament, Europawahl 2024: Wie viele Abgeordnete pro Land?, abgerufen am 18.09.2026. ↩

  9. Europawahlgesetz, § 2 Wahlsystem, Sitzverteilung; Absatz 7 (Drei-Prozent-Klausel) laut Fußnote dort gemäß Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26.02.2014 nichtig. ↩ ↩2

  10. Bundesverfassungsgericht, Fünf-Prozent-Sperrklausel im Europawahlrecht verfassungswidrig, Pressemitteilung Nr. 70/2011, 09.11.2011. ↩

  11. Bundesverfassungsgericht, Drei-Prozent-Sperrklausel im Europawahlrecht ist unter den gegenwärtigen rechtlichen und tatsächlichen Verhältnissen verfassungswidrig, Pressemitteilung Nr. 14/2014, 26.02.2014. ↩

  12. Europäisches Parlament, Kurzdarstellungen zur Europäischen Union: Das Europäische Parlament – Wahlverfahren, Stand April 2026, abgerufen am 18.09.2026. ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5

  13. Europawahlgesetz, § 6 Wahlrecht, Ausübung des Wahlrechts. ↩

  14. Deutscher Bundestag, Einführung einer Sperrklausel bei EU-Wahlen beschlossen, 15.06.2023. ↩

  15. Bundesrat, Gesetz zu dem Beschluss (EU, Euratom) 2018/994 des Rates der Europäischen Union vom 13. Juli 2018 (Drucksache 276/23), Zustimmung in der 1035. Sitzung am 07.07.2023. ↩

  16. Bundesverfassungsgericht, Unzulässige Anträge gegen die Zustimmung Deutschlands zum Direktwahlakt 2018 (Einführung Zwei-Prozent-Sperrklausel bei Europawahlen), Pressemitteilung Nr. 23/2024, 29.02.2024. ↩

  17. Bundesgesetzblatt, Gesetz zu dem Beschluss (EU, Euratom) 2018/994 des Rates der Europäischen Union vom 13. Juli 2018 zur Änderung des Akts zur Einführung allgemeiner unmittelbarer Wahlen der Mitglieder des Europäischen Parlaments, BGBl. 2024 II Nr. 87, 13.03.2024. ↩

  18. European Parliamentary Research Service, Council Decision (EU) 2018/994 modifying the 1976 European Electoral Act: Ratification status (PDF), Februar 2025 (Tabelle der Ratifizierungsakte; Deutschland: Gesetz vom 13.03.2024, Spanien: ausstehend; Sperrklausel-Pflicht „as of the first elections following those immediately following the entry into force“). ↩ ↩2

  19. Europäisches Parlament, Hurdles to the ratification of the Electoral Act: press conference, Pressemitteilung vom 16.01.2026. ↩

  20. Agence Europe, European Parliament urges Spain to ratify 2018 reform of EU Electoral Law, 20.01.2026. ↩

  21. Die Bundeswahlleiterin, Europawahl 2024 – Endgültiges Ergebnis für Deutschland (Stimmen, Prozent und Sitze aller Parteien), abgerufen am 18.09.2026. ↩ ↩2 ↩3

  22. Die Bundeswahlleiterin, Europawahl 2019 – Endgültiges Ergebnis für Deutschland, abgerufen am 18.09.2026. ↩

  23. Die Bundeswahlleiterin, Wahl-Lexikon: Wahlbeteiligung (Wahlbeteiligung bei Bundestags- und Europawahlen seit 1949 bzw. 1979), abgerufen am 18.09.2026. ↩

  24. Europäisches Parlament, Wahlergebnisse 2024: Wahlbeteiligung nach Jahr, EU insgesamt (1979: 61,99 %, 2014: 42,61 %, 2019: 50,66 %, 2024: 50,74 %), abgerufen am 18.09.2026. ↩

  25. Vertrag über die Europäische Union (konsolidierte Fassung), Artikel 17 Absatz 7 EUV: Der Europäische Rat schlägt dem Parlament mit qualifizierter Mehrheit einen Kandidaten vor und berücksichtigt dabei das Ergebnis der Europawahl; das Parlament wählt den Kandidaten mit der Mehrheit seiner Mitglieder. ↩

  26. Europäisches Parlament, Parlament wählt Jean-Claude Juncker zum Kommissionspräsidenten, Pressemitteilung vom 15.07.2014. ↩

  27. Europäisches Parlament, Parlament wählt Ursula von der Leyen zur ersten Kommissionspräsidentin, Pressemitteilung vom 16.07.2019. ↩

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