Umfragen zur Bundestagswahl 2029
Sonntagsfrage: Mittelwert der neuesten Umfragen aller großen Institute
Zuletzt aktualisiert am 13. Oktober 2026
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, läge laut dem Mittelwert der neuesten Umfragen von 8 Instituten AfD mit 28,2 % vorn, gefolgt von CDU/CSU mit 19,9 % und Bündnis 90/Die Grünen mit 15,1 % (Stand: 13.10.2026). Das Diagramm zeigt die Mittelwerte aller Parteien und die Veränderung gegenüber der Bundestagswahl 2025.
Die nächste Bundestagswahl findet nach dem Grundgesetz zwischen dem 26. Januar und dem 25. März 2029 statt, sofern der Bundestag nicht vorzeitig aufgelöst wird (Einzelheiten auf der Seite zum Wahltermin).1
Umfragen
Ausgangslage
Sitzverteilung 2025
Die Umfragen der einzelnen Institute
Die Sonntagsfrage lautet sinngemäß: „Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?“ Die folgende Tabelle zeigt die jeweils neueste Sonntagsfrage der acht Institute, deren Umfragen regelmäßig auf wahlrecht.de veröffentlicht werden.2
| Institut | Veröffentlicht | Union | AfD | SPD | Grüne | Linke | BSW | FDP | Sonst. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Forsa | 13.10.2026 | 19 % | 26 % | 14 % | 17 % | 12 % | – | 4 % | 8 % |
| INSA | 13.10.2026 | 18,5 % | 30 % | 13,5 % | 14 % | 10 % | 3,5 % | 4,5 % | 6 % |
| Forschungsgruppe Wahlen | 08.10.2026 | 21 % | 28 % | 13 % | 15 % | 12 % | – | 3 % | 8 % |
| Infratest dimap | 01.10.2026 | 20 % | 27 % | 13 % | 16 % | 11 % | – | 4 % | 9 % |
| Verian | 25.09.2026 | 20 % | 28 % | 14 % | 15 % | 12 % | 3 % | 4 % | 4 % |
| Allensbach | 24.09.2026 | 23 % | 28 % | 13 % | 14 % | 10 % | – | 5 % | 7 % |
| YouGov | 15.09.2026 | 18 % | 29 % | 13 % | 16 % | 10 % | 4 % | 5 % | 5 % |
| GMS | 14.09.2026 | 20 % | 30 % | 11 % | 14 % | 11 % | 3 % | 4 % | 6 % |
| Mittelwert* | 13.10.2026 | 19,9 % | 28,2 % | 13,1 % | 15,1 % | 11,0 % | 3,4 % | 4,2 % | 6,6 % |
| Bundestagswahl 2025 | 23.02.2025 | 28,52 % | 20,80 % | 16,41 % | 11,61 % | 8,77 % | 4,98 % | 4,33 % | 4,57 % |
* Mittelwert der neuesten Umfrage aller Institute, deren Umfrage höchstens einen Monat vor der jüngsten Veröffentlichung erschienen ist (Allensbach, Verian, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, GMS, Infratest dimap, INSA, YouGov). Weist ein Institut eine Partei nicht gesondert aus (Zeichen „–“), ist sie dort unter „Sonstige“ enthalten; der Mittelwert der Partei wird dann nur aus den übrigen Instituten gebildet. Die Summe der Mittelwerte kann deshalb von 100 Prozent abweichen.
Die Freien Wähler, die bei der Bundestagswahl 2025 1,5 % der Zweitstimmen erhielten, werden von den meisten Instituten nicht gesondert ausgewiesen. Gleiches gilt für weitere kleine Parteien wie Volt oder die Tierschutzpartei (siehe Kleinparteien in den Umfragen). Das BSW wird nur von einem Teil der Institute gesondert ausgewiesen.
Die Institute unterscheiden sich in ihren Methoden: Einige befragen telefonisch, andere online oder persönlich, und sie gewichten die Rohdaten unterschiedlich.
Entwicklung der Umfragewerte seit der Bundestagswahl 2025
Die Diagramme zeigen den Mittelwert aller Umfragen, die in einem Kalendermonat veröffentlicht wurden. Grundlage sind die Sonntagsfragen der acht Institute auf wahlrecht.de; insgesamt sind seit der Wahl 370 Umfragen berücksichtigt.
Seit März 2025 hat die AfD am stärksten zugelegt: von 22,2 % auf 28,4 %. Die Union verlor im selben Zeitraum am meisten – von 27,8 % auf 19,0 %. Gegenüber dem Vormonat (September 2026) gewann die SPD 0,8 Punkte, die Union verlor 1,1 Punkte.
12 Monate
Seit der Wahl 2025
Im März 2025, dem ersten Monat nach der Wahl, lag die Union im Mittel aller Umfragen bei 27,8 % und die AfD bei 22,2 %. Im Oktober 2026 lagen die Werte bisher bei 19,0 % (Union) und 28,4 % (AfD).
Seit April 2026 liegt die AfD im Monatsmittel durchgehend vor der Union.Sitzverteilung im Bundestag laut Umfragen
Der Bundestag hat nach dem 2023 geänderten Bundeswahlgesetz regulär 630 Sitze; Überhang- und Ausgleichsmandate gibt es nicht mehr.3 Sitze erhalten Parteien, die bundesweit mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erreichen oder in mindestens drei Wahlkreisen die meisten Erststimmen erhalten (Grundmandatsklausel).4 Parteien nationaler Minderheiten wie der SSW sind von der Sperrklausel ausgenommen.5
Überträgt man den Mittelwert der Umfragen nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren auf 630 Sitze, ergibt sich die im folgenden Diagramm gezeigte Verteilung (vereinfachte Projektion: nur Parteien ab 5 %, ohne Grundmandate und ohne den SSW). Für eine absolute Mehrheit sind 316 Sitze nötig. Union und AfD sowie Union, SPD und Grüne hätten danach eine Mehrheit; Union und SPD (239 Sitze), Union und Grüne (253 Sitze), SPD, Grüne und Linke (283 Sitze) nicht.
Ob eine rechnerische Mehrheit politisch zustande kommt, hängt von den Parteien ab. Die CDU lehnt nach einem Parteitagsbeschluss von 2018 „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland“ ab.6 Einzelheiten, Koalitionsaussagen und der interaktive Koalitionsrechner stehen auf der Seite Mögliche Koalitionen.
Projektion mit Nichtwählern und Unentschlossenen
Umfrageergebnisse beziehen sich nur auf die Befragten, die eine Partei nennen. Forsa weist zusätzlich den Anteil der Befragten aus, die nicht wählen wollen oder noch unentschlossen sind: In der Umfrage vom 13.10.2026 waren es 25 %. Rechnet man diesen Anteil ein, zeigt das erste Diagramm, welcher Anteil aller Wahlberechtigten sich derzeit für die einzelnen Parteien ausspricht. Zum Vergleich zeigen die beiden weiteren Diagramme die Ergebnisse der Bundestagswahlen 2025 und 2021 auf dieselbe Weise: mit dem tatsächlichen Anteil der Nichtwähler, also allen Wahlberechtigten als Grundlage (Wahlbeteiligung 82,5 % bzw. 76,4 %).7 Nicht jeder unentschlossene Befragte bleibt der Wahl fern; die Projektion ist daher keine Vorhersage der Wahlbeteiligung. Mehr zur Wahlbeteiligung.
Umfrage
Bundestagswahl 2025
Bundestagswahl 2021
Kanzlerfrage: Umfragen zur Direktwahl des Bundeskanzlers
Den Bundeskanzler wählt der Bundestag auf Vorschlag des Bundespräsidenten; die Wahlberechtigten stimmen darüber nicht direkt ab. Dennoch fragen die Institute vor Bundestagswahlen regelmäßig, wen die Befragten am liebsten als Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler hätten – die sogenannte Kanzlerfrage oder K-Frage. Vor der Bundestagswahl 2025 stellten die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer und Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer diese Frage regelmäßig – Forsa jede Woche – mit den vier Kanzlerkandidaten Friedrich Merz, Robert Habeck, Olaf Scholz und Alice Weidel. Die Diagramme zeigen die jeweils letzte Kanzlerfrage vor der Wahl.8
Politbarometer
Forsa
Seit der Wahl stellen die großen Institute die Direktwahlfrage nicht regelmäßig; die Parteien haben ihre Kanzlerkandidaturen für 2029 noch nicht entschieden (Stand: 1. Oktober 2026). Regelmäßig messen die Institute dagegen die Zufriedenheit mit dem amtierenden Kanzler: Im ARD-DeutschlandTrend vom September 2026 waren 13 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden.9 Im ZDF-Politbarometer vom September 2026 bescheinigten ihm 17 Prozent eine eher gute und 79 Prozent eine eher schlechte Arbeit; 65 Prozent glaubten nicht, dass er bis zur nächsten regulären Bundestagswahl im Amt bleibt.10 Wer für die Parteien 2029 antreten könnte und wie die Spitzenpolitiker in den Umfragen bewertet werden, steht auf der Seite Spitzenkandidaten. Sobald die Institute wieder eine Kanzlerfrage zur Bundestagswahl 2029 erheben, wird sie hier gezeigt.
Umfragen und Ergebnis bei den letzten Bundestagswahlen
Wie viel sagen Umfragen zweieinhalb Jahre vor der Wahl aus? Ein Blick zurück hilft bei der Einordnung: Die Diagramme vergleichen die Ergebnisse der Bundestagswahlen 2025 und 2021 jeweils mit dem Mittelwert der letzten Umfragen vor der Wahl und mit dem Monatsmittel aller Umfragen rund zweieinhalb Jahre davor – also im gleichen Abstand, den die Bundestagswahl 2029 heute hat.11
Bundestagswahl 2025
Im Mittel der letzten Sonntagsfragen der acht Institute lag die Union bei 30,1 %, bei der Wahl am 23. Februar 2025 erreichte sie 28,5 %. Die größte Abweichung gab es bei der Linken, die alle Institute unter ihrem Ergebnis von 8,8 % sahen. Zweieinhalb Jahre vorher, im September 2022, hatte die Union ebenfalls vorn gelegen – damals vor den Grünen, die mit 20,5 % auf dem zweiten Platz standen und bei der Wahl 11,6 % erhielten. Die AfD kam von 13,2 % im September 2022 auf 20,8 % bei der Wahl. Das BSW gab es 2022 noch nicht.
Letzte Umfragen
Zweieinhalb Jahre vorher
Bundestagswahl 2021
Vor der Bundestagswahl 2021 wechselte die Führung: Im April 2019, zweieinhalb Jahre vor der Wahl, lag die Union im Monatsmittel mit 29,1 % klar vorn, die Grünen standen mit 18,8 % auf dem zweiten Platz und die SPD mit 16,6 % erst auf dem dritten. Die Wahl am 26. September 2021 gewann die SPD mit 25,7 %. Die letzten Umfragen vor der Wahl trafen das Ergebnis deutlich besser, unterschätzten aber die Union (Mittelwert 22,4 %, Ergebnis 24,1 %) und überschätzten die Linke, die mit 4,9 % an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte und nur über die Grundmandatsklausel in den Bundestag einzog.12
Letzte Umfragen
Zweieinhalb Jahre vorher
Bei beiden Wahlen lag der Mittelwert der letzten Umfragen bei allen Parteien höchstens zwei Punkte vom Ergebnis entfernt – die Umfragen zweieinhalb Jahre vorher dagegen bei einzelnen Parteien um bis zu neun Punkte. Das ist kein Messfehler: Umfragen sind Momentaufnahmen, und die Stimmung ändert sich bis zur Wahl. Wie genau die einzelnen Institute zuletzt lagen, zeigt die Seite Verlässlichkeit der Umfragen; die Wahlen selbst sind auf den Seiten Bundestagswahl 2025 und Bundestagswahl 2021 beschrieben.
Kleinparteien in den Umfragen
Die acht Institute weisen in der Sonntagsfrage nur die größeren Parteien einzeln aus, alle übrigen fassen sie unter „Sonstige“ zusammen. Ausnahmen gab es nur vorübergehend: Vor der Bundestagswahl 2013 wiesen die großen Institute ab Herbst 2011 die Piratenpartei gesondert aus, die meisten bis zur Wahl; INSA führte zeitweise auch die Freien Wähler. Nach der Wahl, bei der die Piraten 2,19 % erreichten,13 verschwanden beide wieder aus den Sonntagsfragen – bei INSA die Freien Wähler im Oktober 2013, die Piraten erst im Sommer 2015.14
Das erste Diagramm zeigt die Ergebnisse der sechs größten Kleinparteien seit 2013: Die Piraten fielen auf 0,03 %, die Freien Wähler erreichten 2021 mit 2,43 % ihren Höchstwert, Volt legte als einzige 2025 zu.15 Das zweite Diagramm vergleicht den Sammelposten „Sonstige“ in den letzten Umfragen vor den Wahlen 2021 und 2025 mit dem tatsächlichen Anteil dieser Parteien.
Kleinparteien 2013–2025
„Sonstige“: Umfragen und Ergebnis
2021 unterschätzten die Umfragen die „Sonstigen“ um 0,5 Punkte, 2025 überschätzten sie sie um 1,0 Punkte. Beide Abweichungen liegen innerhalb des statistischen Fehlerbereichs einer Umfrage mit 1.000 Befragten (±1,4 Punkte bei 5 Prozent); eine systematische Verzerrung lässt sich daraus nicht ableiten.
Die Institute begründen den Ausschluss mit der Genauigkeit: Bei Werten unter drei Prozent sei der Fehlerbereich im Verhältnis zum Wert so groß, dass keine verlässliche Aussage möglich sei.16 17 Bei Europawahlen, für die keine Sperrklausel gilt, weisen einzelne Institute dagegen auch Freie Wähler, Volt oder Die PARTEI gesondert aus.18 Für die Bundestagswahl gilt die Fünf-Prozent-Hürde, die Kleinparteien den Einzug in der Regel verwehrt.
Wie lese ich eine Sonntagsfrage? Umfrage, Prognose, Hochrechnung
Umfrage, Prognose und Hochrechnung werden im Alltag oft verwechselt, meinen aber drei verschiedene Dinge zu drei verschiedenen Zeitpunkten.
Prognose und Hochrechnung gibt es nur am Wahlabend; alles, was diese Seite zeigt, sind Umfragen.19 Die Bundeszentrale für politische Bildung formuliert es so: Umfragen messen immer nur aktuelle Verhaltensabsichten.20
Projektion und politische Stimmung
Einige Institute veröffentlichen statt der reinen Umfragewerte eine Projektion, in die längerfristige Überzeugungen und taktische Erwägungen der Wähler eingerechnet werden. So bezeichnet etwa die Forschungsgruppe Wahlen ihre Werte für das ZDF-Politbarometer und unterscheidet sie von der „politischen Stimmung“, den nur gewichteten Antworten.21 Laut wahlrecht.de handelt es sich – soweit bekannt – bei den veröffentlichten Sonntagsfragen aller Institute um Projektionen, nicht um Rohdaten.2
Der statistische Fehlerbereich
Jede Stichprobe hat einen statistischen Fehler. Die bpb beziffert die Fehlertoleranz je nach Umfang und Methode der Erhebung auf etwa zwei bis vier Prozentpunkte.20 Für eine reine Zufallsstichprobe lässt sich der Fehlerbereich mit der Standardformel 1,96 · √(p · (100 − p) / n) berechnen (p = Umfragewert in Prozent, n = Zahl der Befragten, 95 Prozent Sicherheit).
Ein Beispiel mit den aktuellen Werten dieser Seite: AfD liegt im Mittelwert bei 28,2 %. Bei 1.000 Befragten beträgt der Fehlerbereich ±2,8 Punkte – der tatsächliche Wert läge also zwischen 25,4 % und 31,0 %. Für CDU/CSU mit 19,9 % sind es ±2,5 Punkte; der Vorsprung von 8,3 Punkten ist damit größer als die Fehlerbereiche beider Parteien zusammen. Bei der kleinsten ausgewiesenen Partei, BSW mit 3,4 %, beträgt der Fehlerbereich ±1,1 Punkte (2,3 % bis 4,5 %) – in Punkten weniger, im Verhältnis zum Wert aber deutlich mehr als bei den großen Parteien.
Abstände von ein bis zwei Punkten zwischen zwei Parteien oder Veränderungen von einem Punkt gegenüber der Vorwoche sind deshalb in einer einzelnen Umfrage nicht aussagekräftig. Verlässlicher ist der Mittelwert mehrerer Institute, wie ihn diese Seite zeigt. Hinzu kommt, dass keine Sonntagsfrage eine reine Zufallsstichprobe ist – die Formel beschreibt den Mindestfehler, nicht den tatsächlichen.
Gewichtung, Unentschlossene und Rundung
Die veröffentlichten Zahlen sind keine Auszählung der Antworten, sondern gewichtete Werte. Die Institute gleichen ihre Stichprobe an die Bevölkerung an (etwa nach Alter, Geschlecht, Bildung und Region) und rechnen teils weitere Annahmen ein, zum Beispiel über das Verhalten bei der letzten Wahl. Wie genau sie das tun, legen sie nur zum Teil offen. Deshalb können zwei Institute mit ähnlichen Rohdaten unterschiedliche Werte veröffentlichen.
Die Prozentwerte beziehen sich nur auf die Befragten, die eine Partei nennen. In der Forsa-Umfrage vom 13.10.2026 wollten 25 % der Befragten nicht wählen oder waren noch unentschlossen. Wie sich dieser Anteil bis zur Wahl verteilt, entscheidet oft über das Ergebnis (siehe Projektion mit Nichtwählern).
Die Institute runden auf ganze oder halbe Prozentpunkte; schon dadurch entstehen Unterschiede von bis zu einem halben Punkt. Unter „Sonstige“ fassen die Institute unterschiedliche Parteien zusammen, je nachdem, welche sie einzeln ausweisen. Mehr zur Genauigkeit der Umfragen steht auf der Seite Verlässlichkeit der Umfragen, mehr zu Methoden und Auftraggebern auf der Seite Umfrageinstitute.
Häufige Fragen
Warum unterscheiden sich die Umfragen der Institute?
Die Institute befragen unterschiedlich: Forsa und Verian telefonisch mit Zufallsauswahl, YouGov und meist auch INSA über Online-Panels mit Quotenauswahl, Allensbach persönlich-mündlich, Infratest dimap und GMS in einem Telefon-Online-Mix und die Forschungsgruppe Wahlen in einem Telefon-SMS-Mix (Erhebungsart laut wahlrecht.de). Hinzu kommen unterschiedliche Stichprobengrößen, Erhebungszeiträume, Gewichtungen und Rundungen. Schon der statistische Fehlerbereich allein kann Unterschiede von zwei bis drei Punkten zwischen zwei gleichzeitig veröffentlichten Umfragen erklären. Aus diesen Gründen zeigt diese Seite den Mittelwert aller Institute; die Methoden der einzelnen Institute beschreibt die Seite Umfrageinstitute.
Wie genau sind die Umfragen?
Bei den Bundestagswahlen 2021 und 2025 lag der Mittelwert der letzten Umfragen bei allen Parteien höchstens zwei Punkte vom Ergebnis entfernt (siehe Umfragen und Ergebnis bei den letzten Bundestagswahlen). Umfragen lange vor der Wahl sagen dagegen wenig über das Ergebnis aus, weil sich die Stimmung bis zur Wahl ändert. Wie genau die einzelnen Institute zuletzt lagen, zeigt die Seite Verlässlichkeit der Umfragen.
Wie oft erscheinen neue Umfragen?
Seit der Bundestagswahl 2025 sind auf wahlrecht.de 370 Sonntagsfragen der acht Institute erschienen, im Durchschnitt 4,4 pro Woche. Am häufigsten veröffentlicht INSA (168 Umfragen seit der Wahl), am seltensten GMS (10). INSA veröffentlicht in der Regel zweimal pro Woche, Forsa wöchentlich, die Forschungsgruppe Wahlen etwa alle zwei bis drei Wochen, Infratest dimap, Allensbach, Verian und YouGov etwa monatlich, GMS unregelmäßig. Vor Wahlen erhöhen die meisten Institute ihre Taktung. Diese Seite übernimmt neue Umfragen automatisch von wahlrecht.de.
Wer gibt die Umfragen in Auftrag?
Die meisten Sonntagsfragen entstehen im Auftrag von Medien: Infratest dimap befragt für die ARD (DeutschlandTrend), die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF (Politbarometer), Forsa für RTL und ntv (Trendbarometer), Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, INSA für die Bild-Zeitung und Verian zuletzt für den Focus. YouGov veröffentlicht seine Sonntagsfragen seit 2020 auf eigene Initiative; für GMS nennt wahlrecht.de keinen Auftraggeber.2 Parteien geben ebenfalls Umfragen in Auftrag, veröffentlichen sie aber meist nicht. Porträts der acht Institute und ihrer Auftraggeber stehen auf der Seite Umfrageinstitute.
Gibt es schon eine Prognose für die Bundestagswahl 2029?
Nein. Eine Prognose im engeren Sinn veröffentlichen ARD und ZDF erst am Wahlabend der Bundestagswahl 2029 um 18 Uhr; sie beruht auf Befragungen von Wählerinnen und Wählern nach der Stimmabgabe. Bis dahin gibt es nur Umfragen, die Sonntagsfragen der Institute. Sie messen die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung, nicht den Wahlausgang. Den Mittelwert der neuesten Umfragen zeigt diese Seite; was Umfrage, Prognose und Hochrechnung unterscheidet, steht im Abschnitt Wie lese ich eine Sonntagsfrage?.19
Was ist der Unterschied zwischen Sonntagsfrage und Wahlprognose?
Die Sonntagsfrage misst die Wahlabsicht zu einem bestimmten Zeitpunkt, oft Monate oder Jahre vor der Wahl; sie sagt nichts darüber aus, wie die Befragten am Wahltag tatsächlich abstimmen. Die Wahlprognose am Wahlabend um 18 Uhr beruht dagegen auf Befragungen von Wählern unmittelbar nach der Stimmabgabe; dafür befragen die Institute weit mehr Menschen als bei einer Sonntagsfrage, und die Befragten müssen sich nicht mehr entscheiden, sondern nur berichten. Die Prognose liegt deshalb meist deutlich näher am Ergebnis als jede Umfrage davor.20
Dürfen Umfragen kurz vor der Wahl veröffentlicht werden?
Ja. Eine Sperrfrist für Sonntagsfragen vor der Wahl gibt es in Deutschland nicht; vor der Bundestagswahl 2025 erschien die letzte Umfrage am Tag vor der Wahl.11 Verboten ist nur die Veröffentlichung von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe vor dem Ende der Wahlzeit um 18 Uhr (§ 32 Absatz 2 Bundeswahlgesetz).22 Die übrigen Regeln des Bundeswahlgesetzes erklärt die Seite Wahlrecht, den Ablauf des Wahltags die Seite Praktische Informationen.
Wie werden die Werte auf dieser Seite berechnet?
Der Mittelwert oben auf der Seite ist das ungewichtete Mittel der jeweils neuesten Sonntagsfrage aller Institute, deren Umfrage höchstens einen Monat alt ist. Die Monatsmittel in den Verlaufsdiagrammen fassen alle Umfragen zusammen, die im jeweiligen Kalendermonat veröffentlicht wurden. Die Sitzverteilung wird aus dem Mittelwert nach Sainte-Laguë/Schepers auf 630 Sitze berechnet, nur für Parteien ab fünf Prozent. Eigene Umfragen führt diese Website nicht durch.
Weiterführende Artikel
- Bundeszentrale für politische Bildung: Prognosen, Hochrechnungen, Umfragen
- Die Bundeswahlleiterin: Hintergrundinformation zur Bundestagswahl 2025: Prognose, Hochrechnung, Ergebnis, 21.02.2025
- wahlrecht.de: Die letzten Umfragen zur Bundestagswahl 2025
- infratest dimap: ARD-DeutschlandTrend September 2026
- ZDF-Presseportal: ZDF-Politbarometer September 2026, 25.09.2026
- tagesschau: Merz-Rückhalt in der Union bröckelt: Geteilte Stimmungslage, 15.09.2026
- Deutschlandfunk: Landtagswahl Sachsen-Anhalt: Taktisch wählen gegen die AfD?, 26.08.2026
- Deutschlandfunk: Methodenstreit der Meinungsforschung – Was ist repräsentativ?, 03.12.2018
Einzelnachweise
-
Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2029 – Der Wahltermin, abgerufen am 14.09.2026. ↩
-
wahlrecht.de, Sonntagsfrage Bundestagswahl, Stand 13.10.2026. Die Werte werden automatisch von den Institutsseiten übernommen; dort stehen auch Erhebungsart und Auftraggeber der einzelnen Institute. ↩ ↩2 ↩3
-
Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes und des Fünfundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundeswahlgesetzes vom 8. Juni 2023, BGBl. 2023 I Nr. 147. ↩
-
Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 30. Juli 2024 – 2 BvF 1/23 u. a. (Grundmandatsklausel bleibt bis zu einer Neuregelung anwendbar). ↩
-
§ 4 Absatz 2 Bundeswahlgesetz (die Fünf-Prozent-Klausel gilt nicht für Listen von Parteien nationaler Minderheiten). ↩
-
ZDFheute, Bartsch bei „Lanz“: „Unvereinbarkeitsbeschluss ist großer Unsinn“, 20.08.2026 (Wortlaut des Beschlusses des 31. CDU-Parteitags vom 8. Dezember 2018). ↩
-
Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2025: Endgültiges Ergebnis. ↩
-
ZDFheute, ZDF-Politbarometer Extra: Union verliert an Zuspruch, 20.02.2025 (Forschungsgruppe Wahlen, 1.349 Befragte, 19.–20.02.2025); ntv, RTL/ntv-Trendbarometer: Union und SPD verlieren, AfD und Linke legen kurz vor Wahl zu, 21.02.2025 (Forsa, 2.002 Befragte, 17.–20.02.2025). ↩
-
infratest dimap, ARD-DeutschlandTrend September 2026, Erhebung 31.08.–02.09.2026, 1.319 Befragte. ↩
-
ZDF-Presseportal, ZDF-Politbarometer September 2026, 25.09.2026, Erhebung 22.–24.09.2026, 1.346 Befragte. ↩
-
wahlrecht.de, Die letzten Umfragen zur Bundestagswahl 2025 und Die letzten Umfragen zur Bundestagswahl 2021; Monatsmittel für September 2022 und April 2019 eigene Berechnung aus den Sonntagsfragen der Institutsseiten von wahlrecht.de (Allensbach, Verian/Kantar, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, GMS, Infratest dimap, INSA (2021 und 2025), YouGov), abgerufen am 18.09.2026. ↩ ↩2
-
Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2021: Endgültiges Ergebnis (einschließlich der Wiederholungswahl in Teilen Berlins am 11. Februar 2024). ↩
-
Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2013: Endgültiges Ergebnis. ↩
-
wahlrecht.de, Sonntagsfragen vor der Bundestagswahl 2013: Allensbach, Emnid, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, Infratest dimap und INSA; nach der Wahl: INSA 2013–2017, abgerufen am 01.10.2026. ↩
-
Die Bundeswahlleiterin, endgültige Ergebnisse der Bundestagswahlen 2013, 2017, 2021 und 2025 (Zweitstimmen; Anteile aus den Stimmenzahlen berechnet), abgerufen am 18.09.2026. ↩
-
tagesschau, ARD-DeutschlandTrend: Große Sorge vor neuer Corona-Welle, 01.07.2021 (Methodenhinweis von infratest dimap am Ende des Artikels). ↩
-
Forschungsgruppe Wahlen, Zur Ausweisung kleinerer Parteien im Politbarometer, zuletzt geändert am 10.03.2025. ↩
-
wahlrecht.de, Sonntagsfrage Europawahl (Umfragen 2014 bis 2024), abgerufen am 18.09.2026. ↩
-
Die Bundeswahlleiterin, Hintergrundinformation zur Bundestagswahl 2025: Prognose, Hochrechnung, Ergebnis, Pressemitteilung vom 21.02.2025. ↩ ↩2
-
Bundeszentrale für politische Bildung, Prognosen, Hochrechnungen, Umfragen, abgerufen am 18.09.2026. ↩ ↩2 ↩3
-
wahlrecht.de, Sonntagsfrage – Forschungsgruppe Wahlen (Projektion), mit Erläuterung von „politischer Stimmung“ und „Projektion“, abgerufen am 01.10.2026. ↩
-
§ 32 Bundeswahlgesetz (Wahlhandlung, Veröffentlichung von Wählerbefragungen). ↩






