Umfragen zur Bundestagswahl 2029

Sonntagsfrage: Mittelwert der neuesten Umfragen aller großen Institute

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, läge laut dem Mittelwert der neuesten Umfragen von 8 Instituten AfD mit 28,1 % vorn, gefolgt von CDU/CSU mit 20,4 % und Bündnis 90/Die Grünen mit 15,0 % (Stand: 15.09.2026). Das Diagramm zeigt die Mittelwerte aller Parteien und die Veränderung gegenüber der Bundestagswahl 2025; die Tabelle nennt zusätzlich die Spanne zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert der Institute.

Die nächste Bundestagswahl findet nach dem Grundgesetz zwischen dem 26. Januar und dem 25. März 2029 statt, sofern der Bundestag nicht vorzeitig aufgelöst wird.1 Einzelheiten zum Wahltermin.

Umfragen

Tabelle

ParteiMittelwertSpanneWahl 2025Veränderung
AfD28,1 %27 % bis 30 %20,80 %+7,3
CDU/CSU20,4 %18 % bis 23 %28,52 %−8,1
Bündnis 90/Die Grünen15,0 %13 % bis 18 %11,61 %+3,4
SPD12,4 %11 % bis 13 %16,41 %−4,0
Die Linke11,3 %10 % bis 12 %8,77 %+2,5
FDP4,4 %4 % bis 6 %4,33 %+0,1
BSW3,1 %2 % bis 4 %4,98 %−1,9

Mittelwert der neuesten Umfragen von 8 Instituten (Stand: 15.09.2026); Spanne: niedrigster und höchster Wert der neuesten Umfragen der einzelnen Institute; Veränderung in Prozentpunkten gegenüber dem endgültigen Ergebnis der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025. Quellen: wahlrecht.de, Die Bundeswahlleiterin.2

Sitzverteilung

Ausgangslage

Die Umfragen der einzelnen Institute

Die Sonntagsfrage lautet sinngemäß: „Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche Partei würden Sie wählen?“ Die folgende Tabelle zeigt die jeweils neueste Sonntagsfrage der acht Institute, deren Umfragen regelmäßig auf wahlrecht.de veröffentlicht werden.3

InstitutVeröffentlichtUnionAfDSPDGrüneLinkeBSWFDPSonst.
Forsa15.09.202620 %27 %12 %18 %12 %3 %4 %4 %
INSA15.09.202619,5 %29 %12,5 %14 %10,5 %3,5 %4,5 %6,5 %
YouGov15.09.202618 %29 %13 %16 %10 %4 %5 %5 %
GMS14.09.202620 %30 %11 %14 %11 %3 %4 %6 %
Infratest dimap03.09.202621 %27 %13 %15 %12 %4 %8 %
Verian28.08.202620 %28 %13 %16 %12 %2 %4 %5 %
Allensbach21.08.202622,5 %27,5 %13 %13 %11 %6 %7 %
Forschungsgruppe Wahlen20.08.202622 %27 %12 %14 %12 %4 %9 %
Mittelwert*15.09.202620,4 %28,1 %12,4 %15,0 %11,3 %3,1 %4,4 %6,3 %
Bundestagswahl 202523.02.202528,52 %20,80 %16,41 %11,61 %8,77 %4,98 %4,33 %4,57 %

* Mittelwert der neuesten Umfrage aller Institute, deren Umfrage höchstens einen Monat vor der jüngsten Veröffentlichung erschienen ist (Allensbach, Verian, Forsa, Forschungsgruppe Wahlen, GMS, Infratest dimap, INSA, YouGov). Weist ein Institut eine Partei nicht gesondert aus (Zeichen „–“), ist sie dort unter „Sonstige“ enthalten; der Mittelwert der Partei wird dann nur aus den übrigen Instituten gebildet. Die Summe der Mittelwerte kann deshalb von 100 Prozent abweichen.

Die Freien Wähler, die bei der Bundestagswahl 2025 1,5 % der Zweitstimmen erhielten, werden von den meisten Instituten nicht gesondert ausgewiesen. Gleiches gilt für weitere kleine Parteien wie Volt oder die Tierschutzpartei. Das BSW wird nur von einem Teil der Institute gesondert erhoben.

Die Institute unterscheiden sich in ihren Methoden: Einige befragen telefonisch, andere online oder persönlich, und sie gewichten die Rohdaten unterschiedlich. Mehr dazu auf den Seiten Umfrageinstitute und Verlässlichkeit der Umfragen.

Entwicklung der Umfragewerte seit der Bundestagswahl 2025

Die Diagramme zeigen den Mittelwert aller Umfragen, die in einem Kalendermonat veröffentlicht wurden. Grundlage sind die Sonntagsfragen der acht Institute auf wahlrecht.de; insgesamt sind seit der Wahl 353 Umfragen berücksichtigt.

Seit März 2025 hat die AfD am stärksten zugelegt: von 22,2 % auf 28,5 %. Die Union verlor im selben Zeitraum am meisten – von 27,8 % auf 20,0 %. Gegenüber dem Vormonat (August 2026) gewannen die Grünen 0,6 Punkte, die Union verlor 0,8 Punkte.

12 Monate

Seit der Wahl 2025

Tabelle

MonatUnionAfDSPDGrüneLinkeBSWFDPUmfragen
September 202620,0 %28,5 %12,4 %14,8 %10,9 %3,4 %4,2 %11
August 202620,8 %28,1 %12,1 %14,2 %11,5 %3,2 %4,6 %18
Juli 202621,8 %27,6 %12,3 %14,0 %11,2 %3,5 %4,2 %20
Juni 202622,2 %28,0 %12,2 %14,0 %10,6 %3,1 %4,1 %22
Mai 202622,9 %27,6 %12,4 %14,0 %10,8 %3,2 %3,7 %19
April 202624,5 %26,3 %13,1 %13,4 %10,7 %3,5 %3,4 %17
März 202626,2 %24,7 %14,4 %12,6 %10,4 %3,2 %3,2 %21
Februar 202625,6 %24,8 %15,2 %11,6 %10,4 %3,4 %3,2 %17
Januar 202625,3 %25,6 %14,5 %11,8 %10,4 %3,6 %3,5 %18
Dezember 202525,0 %25,8 %14,0 %11,7 %10,7 %3,7 %3,6 %16
November 202525,4 %25,9 %14,6 %11,5 %10,6 %3,6 %3,1 %20
Oktober 202525,0 %25,9 %14,2 %11,4 %11,0 %3,9 %3,4 %18
September 202525,5 %25,6 %14,5 %11,2 %10,8 %3,8 %3,2 %21
August 202526,2 %24,8 %14,3 %11,4 %10,4 %3,9 %3,4 %19
Juli 202527,5 %23,9 %14,3 %11,4 %10,6 %4,0 %3,3 %19
Juni 202527,7 %23,2 %15,3 %11,4 %9,9 %3,9 %3,6 %18
Mai 202526,0 %24,0 %15,6 %11,2 %10,2 %3,8 %3,6 %20
April 202525,3 %24,6 %15,3 %11,4 %10,0 %4,2 %3,5 %19
März 202527,8 %22,2 %15,4 %11,7 %10,2 %4,3 %3,5 %20

Monatliche Mittelwerte aller Umfragen des betreffenden Monats, neuester Monat zuerst; „Umfragen“: Zahl der berücksichtigten Umfragen. Quelle: wahlrecht.de (Stand: 15.09.2026).

Im März 2025, dem ersten Monat nach der Wahl, lag die Union im Mittel aller Umfragen bei 27,8 % und die AfD bei 22,2 %. Im September 2026 lagen die Werte bisher bei 20,0 % (Union) und 28,5 % (AfD).

Seit April 2026 liegt die AfD im Monatsmittel durchgehend vor der Union.

Sitzverteilung im Bundestag laut Umfragen

Der Bundestag hat nach dem 2023 geänderten Bundeswahlgesetz regulär 630 Sitze; Überhang- und Ausgleichsmandate gibt es nicht mehr.4 Sitze erhalten Parteien, die bundesweit mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen erreichen oder in mindestens drei Wahlkreisen die meisten Erststimmen erhalten (Grundmandatsklausel). Parteien nationaler Minderheiten wie der SSW sind von der Sperrklausel ausgenommen.5

Überträgt man den Mittelwert der Umfragen nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren auf 630 Sitze, ergibt sich die im Diagramm oben („Sitzverteilung“) gezeigte Verteilung (vereinfachte Projektion: nur Parteien ab 5 %, ohne Grundmandate und ohne den SSW). Für eine absolute Mehrheit sind 316 Sitze nötig. Union und AfD sowie Union, SPD und Grüne hätten danach eine Mehrheit; Union und SPD (237 Sitze), Union und Grüne (255 Sitze), SPD, Grüne und Linke (280 Sitze) nicht.

Ob eine rechnerische Mehrheit politisch zustande kommt, hängt von den Parteien ab. Die CDU lehnt nach einem Parteitagsbeschluss von 2018 „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland“ ab.6 Einzelheiten, Koalitionsaussagen und der interaktive Koalitionsrechner stehen auf der Seite Mögliche Koalitionen.

Projektion mit Nichtwählern und Unentschlossenen

Umfrageergebnisse beziehen sich nur auf die Befragten, die eine Partei nennen. Forsa weist zusätzlich den Anteil der Befragten aus, die nicht wählen wollen oder noch unentschlossen sind: In der Umfrage vom 15.09.2026 waren es 26 %. Rechnet man diesen Anteil ein, zeigt das folgende Diagramm, welcher Anteil aller Wahlberechtigten sich derzeit für die einzelnen Parteien ausspricht.
Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2025 lag die Wahlbeteiligung bei 82,5 %.[^btw25] Nicht jeder unentschlossene Befragte bleibt der Wahl fern; die Projektion ist daher keine Vorhersage der Wahlbeteiligung. Mehr zur [Wahlbeteiligung](/wahlbeteiligung/).

Umfrage, Prognose, Hochrechnung

  • Umfrage (Sonntagsfrage): Befragung einer Stichprobe von meist 1.000 bis 2.500 Wahlberechtigten. Die Ergebnisse geben die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung wieder, nicht den Wahlausgang.
  • Projektion: Einige Institute veröffentlichen statt der reinen Umfragewerte eine Projektion, in die längerfristige Überzeugungen und taktische Erwägungen der Wähler eingerechnet werden. So bezeichnet etwa die Forschungsgruppe Wahlen ihre Werte für das ZDF-Politbarometer.
  • Prognose: Am Wahltag um 18 Uhr veröffentlichte Schätzung, die auf Befragungen von Wählern nach der Stimmabgabe beruht.
  • Hochrechnung: Nach 18 Uhr fortlaufend aktualisierte Schätzung auf Grundlage bereits ausgezählter Stimmbezirke.

Statistisch ist bei einer Stichprobe von 1.000 Befragten und einem Parteiwert um 20 Prozent eine Fehlertoleranz von etwa ±2,5 Prozentpunkten zu berücksichtigen. Abstände von ein bis zwei Punkten zwischen zwei Parteien sind deshalb in einer einzelnen Umfrage nicht aussagekräftig.

Einzelnachweise

  1. Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2029 – Der Wahltermin, abgerufen am 14.09.2026.

  2. Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2025: Endgültiges Ergebnis.

  3. wahlrecht.de, Sonntagsfrage Bundestagswahl, Stand 15.09.2026. Die Werte werden automatisch von den Institutsseiten übernommen.

  4. Gesetz zur Änderung des Bundeswahlgesetzes und des Fünfundzwanzigsten Gesetzes zur Änderung des Bundeswahlgesetzes vom 8. Juni 2023, BGBl. 2023 I Nr. 147.

  5. Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 30. Juli 2024 – 2 BvF 1/23 u. a. (Grundmandatsklausel bleibt bis zu einer Neuregelung anwendbar).

  6. ZDFheute, Bartsch bei „Lanz“: „Unvereinbarkeitsbeschluss ist großer Unsinn“, 20.08.2026 (Wortlaut des Beschlusses des 31. CDU-Parteitags vom 8. Dezember 2018).

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2026.

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