Mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl 2029

Sitze laut Umfragen, Koalitionsrechner, Regierungen in Bund und Ländern seit 1949

Bundeskanzleramt in Berlin, Sitz der Bundesregierung

Das Bundeskanzleramt in Berlin, Sitz des Bundeskanzlers und der Bundesregierung. Foto: Diego Delso, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Seit 1961 hat keine Partei bei einer Bundestagswahl die absolute Mehrheit der Sitze erreicht; zuletzt gelang das CDU und CSU 1957.1 Die Bundesregierung wird deshalb seit Jahrzehnten von Koalitionen getragen – 26 Kabinette seit 1949, davon keines als Alleinregierung. Heute regieren CDU, CSU und SPD: Die Koalitionsfraktionen verfügen über 328 der 630 Sitze im Bundestag.2

Nach dem Mittelwert der aktuellen Umfragen hätte ein Bündnis aus Union und SPD derzeit keine Mehrheit. Welche Koalitionen rechnerisch möglich wären, zeigen die Diagramme und die Abschnitte unten; mit dem Koalitionsrechner lassen sich eigene Werte eintragen. Die weiteren Abschnitte erklären, wie eine Koalition zustande kommt, wie lange die Regierungsbildung nach jeder Bundestagswahl seit 1949 dauerte, welche Bündnisse im Bund regiert haben und wer die 16 Landesregierungen bildet. Die nächste Bundestagswahl findet spätestens am 25. März 2029 statt, sofern der Bundestag nicht vorzeitig aufgelöst wird (Einzelheiten zum Wahltermin).

Koalitionen laut Umfragen

Der Bundestag hat regulär 630 Sitze; für eine absolute Mehrheit sind 316 Sitze nötig. Überträgt man den Mittelwert der neuesten Umfragen von 8 Instituten (Stand: 15.09.2026) nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren auf 630 Sitze, entfielen die meisten Sitze auf AfD (203) und CDU/CSU (147).3

Die Rechnung ist eine Vereinfachung: Berücksichtigt sind nur Parteien, die in den Umfragen bei mindestens fünf Prozent liegen. Grundmandate, der SSW und Stimmen für kleine Parteien, die an der Sperrklausel scheitern würden, fließen nicht ein. Umfragen sind keine Prognose des Wahlergebnisses.

Laut Umfragen

Sitzverteilung

Bundestagswahl 2025

Ob aus einer rechnerischen Mehrheit eine Regierung wird, entscheiden die Parteien. Koalitionsaussagen der Bundesparteien für die Zeit nach der Wahl 2029 sind bisher nicht bekannt. Die folgenden Abschnitte nennen deshalb die rechnerische Lage, bisherige Koalitionen in Bund und Ländern und belegte Aussagen aus den vergangenen Monaten.

Schwarz-Rot: Union und SPD

Laut Umfragen kämen Union und SPD zusammen auf 32,8 % der Stimmen und 237 von 630 Sitzen (keine Mehrheit, es fehlen 79 Sitze); im Bund regierten beide bereits unter Kiesinger (1966–1969) und Merkel (2005–2009, 2013–2021), seit 2025 unter Merz.

Vorstellung des Koalitionsvertrags 2025: Markus Söder, Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Saskia Esken an Rednerpulten

Unterzeichnung des Koalitionsvertrags „Verantwortung für Deutschland“ am 5. Mai 2025 in Berlin: Markus Söder (CSU), Friedrich Merz (CDU), Lars Klingbeil und Saskia Esken (SPD). Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Regierung von Friedrich Merz ist laut Wikipedia die fünfte Koalition aus Union und SPD auf Bundesebene.4 Bei der Bundestagswahl 2025 erreichten beide Parteien zusammen 44,9 % der Zweitstimmen.5

In den Ländern regieren CDU und SPD in Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und Sachsen, dort als Minderheitsregierung; in Brandenburg regiert die SPD seit März 2026 mit der CDU.6 Damit ist Schwarz-Rot derzeit die häufigste Koalitionsform in den Ländern (siehe Landesregierungen).

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 kündigte Merz an, am Reformkurs grundsätzlich festzuhalten und darüber mit der SPD-Spitze zu sprechen. SPD-Chefin Bärbel Bas nannte den Reformkurs notwendig, kritisierte aber die Rhetorik des Koalitionspartners; Ko-Vorsitzender Lars Klingbeil sagte, über Vorschläge für Änderungen am Kurs müsse man reden.7 Im ZDF-Politbarometer vom Mai 2026 erwarteten 47 Prozent der Befragten, dass die Koalition bis 2029 hält; 48 Prozent rechneten mit einem vorzeitigen Ende.8

Schwarz-Grün: Union und Grüne

Laut Umfragen kämen Union und Grüne zusammen auf 35,4 % der Stimmen und 255 von 630 Sitzen (keine Mehrheit, es fehlen 61 Sitze).

Auf Bundesebene gab es noch keine Koalition aus Union und Grünen.9 In den Ländern regiert die CDU mit den Grünen in Nordrhein-Westfalen (Hendrik Wüst) und Schleswig-Holstein (Daniel Günther). In Baden-Württemberg führt seit Mai 2026 Cem Özdemir (Grüne) eine grün-schwarze Koalition.

Laut einer Einordnung von ZDFheute vom Mai 2026 erscheinen Teilen der Union die Grünen umso attraktiver, je schwächer die SPD wird.10 Festlegungen der Parteien zu diesem Bündnis sind bisher nicht bekannt.

Kenia-Koalition: Union, SPD und Grüne

Laut Umfragen kämen Union, SPD und Grüne zusammen auf 47,8 % der Stimmen und 345 von 630 Sitzen (rechnerische Mehrheit).

Der Name spielt auf die Flagge Kenias an (Schwarz, Rot, Grün). Im Bund hat es diese Konstellation noch nicht gegeben, und derzeit regiert sie auch in keinem Land.

Rot-Rot-Grün: SPD, Grüne und Linke

Laut Umfragen kämen SPD, Grüne und Linke zusammen auf 38,7 % der Stimmen und 280 von 630 Sitzen (keine Mehrheit, es fehlen 36 Sitze).

Im Bund hat es noch keine Koalition unter Beteiligung der Linken gegeben. In Bremen regiert Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) mit Grünen und Linken; in Mecklenburg-Vorpommern regiert die SPD mit der Linken.

Eine Koalition der Union mit der Linken schließt die CDU mit ihrem Unvereinbarkeitsbeschluss aus (siehe unten). Im ZDF-Politbarometer vom August 2026 fanden nur 34 Prozent der Befragten die Abgrenzung der CDU zur Linken richtig, 62 Prozent nicht; unter Anhängern der Union hielten 53 Prozent sie für richtig.11

Union und AfD

Laut Umfragen kämen Union und AfD zusammen auf 48,5 % der Stimmen und 350 von 630 Sitzen (rechnerische Mehrheit).

Die AfD war noch nie an einer Bundesregierung beteiligt und gehört derzeit keiner Landesregierung an. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte die Partei im Mai 2025 als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ ein; wegen eines Eilverfahrens gilt eine Stillhaltezusage.12 Die CDU lehnt eine Zusammenarbeit per Parteitagsbeschluss ab.

Reichstagsgebäude in Berlin bei Nacht, Sitz des Deutschen Bundestages

Reichstagsgebäude in Berlin bei Nacht. Hier wählt der Bundestag den Bundeskanzler. Foto: Ansgar Koreng, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 3.0 de

Der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU

Der 31. Parteitag der CDU beschloss am 8. Dezember 2018: „Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab.“13

Laut ZDFheute hält die CDU im August 2026 weiter an dem Beschluss fest; in der Union werde aber „zunehmend diskutiert“, ob er noch zeitgemäß sei. Der Linken-Politiker Dietmar Bartsch nannte ihn in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ „eine Berliner Fiktion, die großer Unsinn ist“.

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD 43,8 Prozent und 39 der 83 Sitze erhielt, sagte CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann, die neue CDU-Fraktion in Magdeburg werde nicht mit der AfD zusammenarbeiten.14 15

Umfragen zur Abgrenzung von der AfD

Umfrage Frage Ergebnis
ZDF-Politbarometer, August 2026 Abgrenzung der CDU zur AfD richtig? 61 % richtig, 37 % nicht richtig (Unionsanhänger: 72 % richtig)
ARD-DeutschlandTrend, August 2026 Umgang mit der AfD 37 % für generellen Ausschluss der Zusammenarbeit, 32 % für Entscheidung im Einzelfall; 27 % würden eine gezielte Zusammenarbeit positiv bewerten (Ostdeutschland: 38 %)

Quellen: Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF (siehe oben); infratest dimap für die ARD.16

Aussagen anderer Parteien

  • AfD: Co-Vorsitzender Tino Chrupalla sagte nach der Wahl in Sachsen-Anhalt: „Die Brandmauer wurde abgewählt“. Alice Weidel sah im Ergebnis ein Signal für einen Politikwechsel auch im Bund.
  • BSW: Sahra Wagenknecht will parlamentarische Mehrheiten auch mit der AfD nutzen, betonte aber, im AfD-Wahlprogramm gebe es „eine Reihe von Positionen, die wir nicht teilen“.7
  • Thüringen: Die Minderheitsregierung von Mario Voigt (CDU) hat zwei konstruktive Misstrauensvoten der AfD überstanden, am 4. Februar und am 28. August 2026 (siehe Landesregierungen).

Koalitionsrechner

Der Rechner verteilt 630 Sitze nach dem Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren. Voreingestellt ist der Mittelwert der aktuellen Umfragen (täglich aktualisiert); die Prozentwerte lassen sich frei ändern, zum Beispiel auf das Ergebnis der Bundestagswahl 2025.

Koalitionsrechner

Vorgabe: Mittelwert der neuesten Umfragen von 8 Instituten, Stand 15.09.2026 (wahlrecht.de). Werte lassen sich ändern.

ParteiZweitstimmenSitzein KoalitionKoal.
CDU/CSU %
AfD %
SPD %
Bündnis 90/Die Grünen %
Die Linke %
BSW %
FDP %
SSW %

Mögliche Koalitionen ( Mehrheit · keine Mehrheit)

Modellrechnung: Parteien unter 5 % erhalten keine Sitze; die übrigen Stimmen werden nach dem Verfahren Sainte-Laguë/Schepers auf 630 Sitze verteilt. Ohne Überhang- und Ausgleichsmandate, ohne Grundmandatsklausel Der SSW ist als Partei einer nationalen Minderheit von der Sperrklausel befreit. Die tatsächliche Sitzverteilung kann abweichen.

Wie eine Koalition zustande kommt

Eine Koalition ist ein Bündnis von Parteien, die gemeinsam eine Regierung bilden, weil keine von ihnen allein über die absolute Mehrheit der Abgeordneten verfügt. In Deutschland gibt es – anders als etwa in Österreich – keinen förmlichen Auftrag zur Regierungsbildung: Die Parteien verhandeln frei miteinander. Üblich sind zuerst Sondierungsgespräche, in denen grobe inhaltliche Linien ausgelotet werden, danach förmliche Koalitionsverhandlungen über Regierungsprogramm und Ministerposten. Das Ergebnis ist meist ein schriftlicher Koalitionsvertrag, der politisch, aber nicht rechtlich bindet. Koalitionsaussagen vor der Wahl – auch der Ausschluss bestimmter Partner – sind ebenfalls rechtlich nicht bindend.17

Den Abschluss bildet die Wahl des Bundeskanzlers durch den Bundestag nach Artikel 63 des Grundgesetzes: Auf Vorschlag des Bundespräsidenten braucht der Kandidat im ersten Wahlgang die Stimmen der Mehrheit aller Abgeordneten (Kanzlermehrheit, derzeit 316 von 630). Die Koalitionen tragen in Deutschland Farbnamen nach den Parteifarben: Schwarz-Rot (Union und SPD, „Große Koalition“), Schwarz-Gelb (Union und FDP), Sozialliberal oder Rot-Gelb (SPD und FDP), Rot-Grün, Schwarz-Grün, Ampel (SPD, Grüne, FDP), Jamaika (Union, FDP, Grüne), Kenia (Union, SPD, Grüne) und Rot-Rot-Grün.17

Markus Söder, Friedrich Merz und Lars Klingbeil bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags 2025

Markus Söder, Friedrich Merz und Lars Klingbeil bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags am 5. Mai 2025. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Beispiel 2025: Nach der Bundestagswahl vom 23. Februar 2025 schlossen CDU, CSU und SPD am 8. März die Sondierungen ab, stellten am 9. April den Koalitionsvertrag „Verantwortung für Deutschland“ vor und unterzeichneten ihn am 5. Mai, nachdem ein kleiner CDU-Parteitag, der CSU-Vorstand und ein SPD-Mitgliedervotum zugestimmt hatten.4 Am 6. Mai verfehlte Friedrich Merz im ersten Wahlgang mit 310 Stimmen die nötigen 316 – das war bei den 20 vorangegangenen Kanzlerwahlen nie vorgekommen. Nach einem einstimmig gebilligten Antrag, von der Geschäftsordnung abzuweichen, wurde er noch am selben Tag im zweiten Wahlgang mit 325 Stimmen gewählt.2

Dauer der Regierungsbildung seit 1949

Von der Bundestagswahl bis zur Wahl des Bundeskanzlers vergingen seit 1949 im Schnitt rund sieben Wochen. Am schnellsten ging es 1969 und 1983 (je 23 Tage), am längsten dauerte es nach der Wahl 2017 (171 Tage). Die drei letzten Regierungsbildungen (2017, 2021, 2025) gehörten alle zu den fünf längsten.

Diagramm

Tabelle

Wahl Wahltag Kanzlerwahl Tage Bundeskanzler
1949 14.08.1949 15.09.1949 32 Konrad Adenauer (CDU)
1953 06.09.1953 09.10.1953 33 Konrad Adenauer (CDU)
1957 15.09.1957 22.10.1957 37 Konrad Adenauer (CDU)
1961 17.09.1961 07.11.1961 51 Konrad Adenauer (CDU)
1965 19.09.1965 20.10.1965 31 Ludwig Erhard (CDU)
1969 28.09.1969 21.10.1969 23 Willy Brandt (SPD)
1972 19.11.1972 14.12.1972 25 Willy Brandt (SPD)
1976 03.10.1976 15.12.1976 73 Helmut Schmidt (SPD)
1980 05.10.1980 05.11.1980 31 Helmut Schmidt (SPD)
1983 06.03.1983 29.03.1983 23 Helmut Kohl (CDU)
1987 25.01.1987 11.03.1987 45 Helmut Kohl (CDU)
1990 02.12.1990 17.01.1991 46 Helmut Kohl (CDU)
1994 16.10.1994 15.11.1994 30 Helmut Kohl (CDU)
1998 27.09.1998 27.10.1998 30 Gerhard Schröder (SPD)
2002 22.09.2002 22.10.2002 30 Gerhard Schröder (SPD)
2005 18.09.2005 22.11.2005 65 Angela Merkel (CDU)
2009 27.09.2009 28.10.2009 31 Angela Merkel (CDU)
2013 22.09.2013 17.12.2013 86 Angela Merkel (CDU)
2017 24.09.2017 14.03.2018 171 Angela Merkel (CDU)
2021 26.09.2021 08.12.2021 73 Olaf Scholz (SPD)
2025 23.02.2025 06.05.2025 72 Friedrich Merz (CDU)

Wahltage laut den Wikipedia-Artikeln zu den einzelnen Bundestagswahlen; Termine der Kanzlerwahlen laut Wikipedia „Bundeskanzler (Deutschland)“, eigene Berechnung der Tage.18 Nicht enthalten sind Kanzlerwechsel ohne Bundestagswahl: Erhard (1963), Kiesinger (1966), Schmidt (1974) und Kohl (1982, konstruktives Misstrauensvotum).

Bundesregierungen seit 1949

Zehn Bundeskanzler haben seit 1949 26 Kabinette geführt. Am längsten amtierten Helmut Kohl (16 Jahre und 26 Tage) und Angela Merkel (16 Jahre und 16 Tage), am kürzesten Kurt Georg Kiesinger (2 Jahre und 325 Tage).18 Die häufigste Koalitionsform im Bund ist Schwarz-Gelb: Zehn Kabinette bestanden aus Union und FDP, dazu zwei weitere mit FDP und Deutscher Partei (DP). Je fünf Kabinette bildeten Union und SPD sowie SPD und FDP.

Kanzlerschaften

Kabinette

Koalitionsformen

Beteiligungen

Tabelle

Nr. Kabinett Zeitraum Bundeskanzler Regierungsparteien
1 Adenauer I 1949–1953 Konrad Adenauer (CDU) CDU, CSU, FDP, DP
2 Adenauer II 1953–1957 Konrad Adenauer (CDU) CDU, CSU, FDP, BHE, DP
3 Adenauer III 1957–1961 Konrad Adenauer (CDU) CDU, CSU, DP
4 Adenauer IV 1961–1962 Konrad Adenauer (CDU) CDU, CSU, FDP
5 Adenauer V 1962–1963 Konrad Adenauer (CDU) CDU, CSU, FDP
6 Erhard I 1963–1965 Ludwig Erhard (CDU) CDU, CSU, FDP
7 Erhard II 1965–1966 Ludwig Erhard (CDU) CDU, CSU, FDP; ab November 1966 nur CDU, CSU
8 Kiesinger 1966–1969 Kurt Georg Kiesinger (CDU) CDU, CSU, SPD
9 Brandt I 1969–1972 Willy Brandt (SPD) SPD, FDP
10 Brandt II 1972–1974 Willy Brandt (SPD) SPD, FDP
11 Schmidt I 1974–1976 Helmut Schmidt (SPD) SPD, FDP
12 Schmidt II 1976–1980 Helmut Schmidt (SPD) SPD, FDP
13 Schmidt III 1980–1982 Helmut Schmidt (SPD) SPD, FDP; ab September 1982 nur SPD
14 Kohl I 1982–1983 Helmut Kohl (CDU) CDU, CSU, FDP
15 Kohl II 1983–1987 Helmut Kohl (CDU) CDU, CSU, FDP
16 Kohl III 1987–1991 Helmut Kohl (CDU) CDU, CSU, FDP
17 Kohl IV 1991–1994 Helmut Kohl (CDU) CDU, CSU, FDP
18 Kohl V 1994–1998 Helmut Kohl (CDU) CDU, CSU, FDP
19 Schröder I 1998–2002 Gerhard Schröder (SPD) SPD, Grüne
20 Schröder II 2002–2005 Gerhard Schröder (SPD) SPD, Grüne
21 Merkel I 2005–2009 Angela Merkel (CDU) CDU, CSU, SPD
22 Merkel II 2009–2013 Angela Merkel (CDU) CDU, CSU, FDP
23 Merkel III 2013–2018 Angela Merkel (CDU) CDU, CSU, SPD
24 Merkel IV 2018–2021 Angela Merkel (CDU) CDU, CSU, SPD
25 Scholz 2021–2025 Olaf Scholz (SPD) SPD, Grüne, FDP; ab November 2024 nur SPD, Grüne
26 Merz seit 2025 Friedrich Merz (CDU) CDU, CSU, SPD

Zeiträume nach der Amtszeit der Kabinette. „Adenauer V“ ist eine gebräuchliche Bezeichnung für das 1962 umgebildete Kabinett Adenauer IV. Die Diagramme zählen die Zusammensetzung bei Amtsantritt; das Ausscheiden der FDP 1956, 1966, 1982 und 2024 während einer Amtszeit ist nicht gesondert berücksichtigt. Quelle: Wikipedia.9

Landesregierungen

Gebäude des Bundesrates in der Leipziger Straße in Berlin

Der Bundesrat in Berlin, Leipziger Straße: Hier wirken die 16 Landesregierungen an der Gesetzgebung des Bundes mit. Foto: Jörg Zägel, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Stand: 14. September 2026. Am 20. September 2026 wird in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern gewählt; in Sachsen-Anhalt ist die Regierungsbildung nach der Wahl vom 6. September offen. In fünf Ländern regieren CDU und SPD gemeinsam, in drei Ländern CDU und Grüne, in zwei SPD und Grüne. Die SPD ist an zwölf Landesregierungen beteiligt, CDU und CSU an elf, die Grünen an sechs, die Linke an zwei; AfD und BSW gehören keiner Landesregierung an. Acht Regierungschefs stellt die CDU, sechs die SPD, je einen CSU und Grüne.6

Koalitionen

Beteiligungen

Regierungschefs

Tabelle

Land Regierungschef(in) Koalition Kabinett seit
Baden-Württemberg Cem Özdemir (Grüne) Grüne, CDU 13.05.2026
Bayern Markus Söder (CSU) CSU, Freie Wähler 31.10.2023
Berlin Kai Wegner (CDU) CDU, SPD 27.04.2023
Brandenburg Dietmar Woidke (SPD) SPD, CDU 18.03.2026
Bremen Andreas Bovenschulte (SPD) SPD, Grüne, Linke 05.07.2023
Hamburg Peter Tschentscher (SPD) SPD, Grüne 07.05.2025
Hessen Boris Rhein (CDU) CDU, SPD 18.01.2024
Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig (SPD) SPD, Linke 15.11.2021
Niedersachsen Olaf Lies (SPD) SPD, Grüne 20.05.2025
Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst (CDU) CDU, Grüne 29.06.2022
Rheinland-Pfalz Gordon Schnieder (CDU) CDU, SPD 18.05.2026
Saarland Anke Rehlinger (SPD) SPD (Alleinregierung) 25.04.2022
Sachsen Michael Kretschmer (CDU) CDU, SPD (Minderheitsregierung) 18.12.2024
Sachsen-Anhalt Sven Schulze (CDU) CDU, SPD, FDP (Mehrheit bei der Wahl 2026 verloren) 28.01.2026
Schleswig-Holstein Daniel Günther (CDU) CDU, Grüne 29.06.2022
Thüringen Mario Voigt (CDU) CDU, „Thüringen gerecht“, SPD (Minderheitsregierung) 12.12.2024

In Thüringen traten Anfang September 2026 13 der 15 Mitglieder der BSW-Landtagsfraktion aus dem BSW aus und gründeten die Partei „Thüringen gerecht“; die Regierung Voigt regiert seitdem ohne das BSW weiter.19 In Brandenburg hatte Woidke im Januar 2026 die Koalition mit dem BSW beendet. Das Saarland ist das einzige Land mit einer Alleinregierung; die SPD hat dort seit der Landtagswahl 2022 die absolute Mehrheit der Sitze.20

Weiterführende Artikel

Einzelnachweise

  1. Wikipedia, Bundestagswahl 1957, abgerufen am 14.09.2026.

  2. Deutscher Bundestag, Friedrich Merz mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt, 06.05.2025 (Union 208, SPD 120 Sitze). 2

  3. wahlrecht.de, Sonntagsfrage Bundestagswahl, Stand 15.09.2026. Sitzberechnung: eigene Projektion.

  4. Wikipedia, Kabinett Merz, abgerufen am 14.09.2026. 2

  5. Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2025: Endgültiges Ergebnis.

  6. Wikipedia, Landesregierung (Deutschland), Abschnitt „Aktuelle Landesregierungen“, sowie die Artikel zu den Kabinetten Özdemir, Schnieder, Woidke V, Schulze und Voigt, abgerufen am 14.09.2026. 2

  7. ZDFheute, Wie die Bundespolitik auf die Sachsen-Anhalt-Wahl reagiert, 07.09.2026. 2

  8. ZDFheute, ZDF-Politbarometer: Hohe Unzufriedenheit mit Bundesregierung und Bundeskanzler, 08.05.2026.

  9. Wikipedia, Liste der deutschen Bundesregierungen, abgerufen am 14.09.2026. 2

  10. ZDFheute, „Kanzlerwechsel“: Was an den Gerüchten dran ist, 28.05.2026.

  11. ZDF-Presseportal, ZDF-Politbarometer August 2026, 20.08.2026.

  12. Wikipedia, Tino Chrupalla, abgerufen am 14.09.2026 (nach Zeit Online, 08.05.2025).

  13. ZDFheute, Bartsch bei „Lanz“: „Unvereinbarkeitsbeschluss ist großer Unsinn“, 20.08.2026.

  14. ZDFheute, Sachsen-Anhalt: Schwierige Regierungsbildung nach AfD-Erfolg, 07.09.2026 (vorläufiges Ergebnis).

  15. Tagesspiegel, Die Reaktionen zur Wahl in Sachsen-Anhalt, 06.09.2026.

  16. infratest dimap, ARD-DeutschlandTrend August 2026.

  17. Wikipedia, Koalition (Politik), abgerufen am 14.09.2026. 2

  18. Wikipedia, Bundeskanzler (Deutschland), Abschnitt „Bisherige Bundeskanzler“, sowie die Artikel zu den Bundestagswahlen 1949 bis 2025, abgerufen am 14.09.2026. 2

  19. tagesschau.de, Nach dem Bruch des BSW: Wie stabil ist Thüringens Regierung noch?, 09.09.2026.

  20. Wikipedia, Landtagswahl im Saarland 2022, abgerufen am 14.09.2026.

Zuletzt aktualisiert am 14. September 2026.

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