Spitzenkandidaten und Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2029

Parteiführungen, Nominierungsverfahren und öffentlich genannte Namen

Zuletzt aktualisiert am 1. Oktober 2026

Rednerpult im Plenarsaal des Deutschen Bundestages

Das Rednerpult im Plenarsaal des Deutschen Bundestages (Oktober 2020). Foto: Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE, bearbeitet

Für die Bundestagswahl 2029 hat bisher keine Partei einen Spitzen- oder Kanzlerkandidaten nominiert. Wer antritt, entscheiden die Parteien selbst; das Bundeswahlgesetz regelt nur die Aufstellung der Wahlkreis- und Listenkandidaten, die frühestens ab dem 26. November 2027 möglich ist.1 Den Bundeskanzler wählt der Bundestag, nicht die Wählerinnen und Wähler. Die Wahl findet spätestens am 25. März 2029 statt (mehr zum Wahltermin).

Diese Seite zeigt, wie der Kanzler gewählt wird, wie die Spitzenpolitiker in Umfragen abschneiden, wer seit 1949 als Kanzlerkandidat antrat – und für jede Partei, wer sie führt, wie sie bisher nominiert hat und welche Namen Referenzmedien nennen.

Wie der Bundeskanzler gewählt wird

Nach Artikel 63 des Grundgesetzes wählt der Bundestag den Bundeskanzler ohne Aussprache auf Vorschlag des Bundespräsidenten:2

  1. Erster Wahlgang: Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages erhält (bei 630 Abgeordneten: 316 Stimmen).
  2. Zweite Phase: Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, kann der Bundestag binnen 14 Tagen mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.
  3. Dritte Phase: Kommt keine Wahl zustande, findet unverzüglich ein neuer Wahlgang statt, in dem die meisten Stimmen genügen. Erreicht der Gewählte nur diese einfache Mehrheit, muss der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen ernennen oder den Bundestag auflösen.

Die Kanzlerwahl 2025

Am 6. Mai 2025 scheiterte Friedrich Merz im ersten Wahlgang: Er erhielt 310 Ja-Stimmen, nötig waren 316, obwohl CDU/CSU und SPD über 328 Sitze verfügten – laut Bundestag ein Novum bei bis dahin 20 Kanzlerwahlen. Ein zweiter Wahlgang am selben Tag erforderte eine Abweichung von der Geschäftsordnung mit Zweidrittelmehrheit, der alle Fraktionen zustimmten. Darin erhielt Merz 325 von 618 abgegebenen Stimmen.3

Kanzlerfrage und Beliebtheit der Politiker

Vor Bundestagswahlen fragen die Institute regelmäßig, wen die Befragten am liebsten als Bundeskanzlerin oder Bundeskanzler hätten – die Kanzlerfrage. Seit der Wahl 2025 stellen sie diese Frage nicht regelmäßig, weil die Kandidaturen für 2029 offen sind. Gemessen wird die Zufriedenheit mit der Regierung: Im ARD-DeutschlandTrend vom September 2026 waren 13 Prozent mit der Arbeit von Bundeskanzler Merz zufrieden, 22 Prozent mit Vizekanzler Lars Klingbeil, 15 Prozent mit der Bundesregierung.4 Zum Vergleich zeigen zwei Diagramme die jeweils letzte Kanzlerfrage vor der Wahl 2025 (siehe auch Umfragen).5

Zufriedenheit 2026

Kanzlerfrage 2025 (ZDF)

Kanzlerfrage 2025 (Forsa)

ZDF-Politbarometer: Die zehn wichtigsten Politiker (September 2026)

Das ZDF-Politbarometer lässt die zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker monatlich nach Sympathie und Leistung auf einer Skala von +5 bis −5 bewerten.

Platz Politiker(in) Partei Durchschnittswert
1 Boris Pistorius SPD 1,4
2 Cem Özdemir Grüne 0,9
3 Johann Wadephul CDU 0,4
4 Markus Söder CSU −0,3
5 Alexander Dobrindt CSU −0,4
6 Lars Klingbeil SPD −0,5
7 Bärbel Bas SPD −0,9
8 Heidi Reichinnek Linke −1,1
9 Friedrich Merz CDU −1,9
10 Alice Weidel AfD −2,4

Erhebung vom 22. bis 24. September 2026, 1.346 Befragte. Merz blieb bei seinem Tiefstwert von −1,9, den er im August erstmals erreicht hatte (Ende Juli: −1,5).6 79 Prozent bewerteten im September seine Arbeit als Bundeskanzler als eher schlecht, 17 Prozent als gut; 65 Prozent glaubten nicht, dass er bis zur nächsten regulären Bundestagswahl 2029 Kanzler bleibt. Das nächste Politbarometer erscheint am 8. Oktober 2026.7

Kanzlerkandidaten seit 1949

Ein geregeltes Verfahren für die Nominierung von Kanzlerkandidaten gibt es nicht. Als erste Partei kürte die SPD auf ihrem Parteitag 1960 in Hannover ausdrücklich einen Kanzlerkandidaten, Willy Brandt; zuvor galten die Partei- und Fraktionsvorsitzenden der Opposition als „natürliche“ Kandidaten. Lange nominierten nur CDU/CSU und SPD Kanzlerkandidaten. Die FDP tat es 2002 einmalig mit Guido Westerwelle, die Grünen erstmals 2021 mit Annalena Baerbock, AfD und BSW erstmals 2025 mit Alice Weidel und Sahra Wagenknecht.8

Wahl CDU/CSU SPD Weitere Kanzlerkandidaten
1949 Konrad Adenauer Kurt Schumacher –
1953 Konrad Adenauer Erich Ollenhauer –
1957 Konrad Adenauer Erich Ollenhauer –
1961 Konrad Adenauer Willy Brandt –
1965 Ludwig Erhard Willy Brandt –
1969 Kurt Georg Kiesinger Willy Brandt –
1972 Rainer Barzel Willy Brandt –
1976 Helmut Kohl Helmut Schmidt –
1980 Franz Josef Strauß Helmut Schmidt –
1983 Helmut Kohl Hans-Jochen Vogel –
1987 Helmut Kohl Johannes Rau –
1990 Helmut Kohl Oskar Lafontaine –
1994 Helmut Kohl Rudolf Scharping –
1998 Helmut Kohl Gerhard Schröder –
2002 Edmund Stoiber Gerhard Schröder Guido Westerwelle (FDP)
2005 Angela Merkel Gerhard Schröder –
2009 Angela Merkel Frank-Walter Steinmeier –
2013 Angela Merkel Peer Steinbrück –
2017 Angela Merkel Martin Schulz –
2021 Armin Laschet Olaf Scholz Annalena Baerbock (Grüne)
2025 Friedrich Merz Olaf Scholz Robert Habeck (Grüne), Alice Weidel (AfD), Sahra Wagenknecht (BSW)

Fett: nach der Wahl zum Bundeskanzler gewählt. Bis 1957 sprach man von Spitzenkandidaten.

Die Bundeskanzler seit 1949

Friedrich Merz ist erst der zehnte Bundeskanzler der Bundesrepublik. Am längsten amtierte Helmut Kohl mit 16 Jahren und 26 Tagen, am kürzesten Kurt Georg Kiesinger mit knapp drei Jahren. Bei Amtsantritt war Angela Merkel mit 51 Jahren die jüngste, Konrad Adenauer mit 73 Jahren der älteste; Merz war bei seiner Wahl 69 Jahre alt.9

Amtszeiten

Alter bei Amtsantritt

CDU/CSU

Friedrich Merz am Wahlabend der Bundestagswahl 2025

Friedrich Merz, Kanzlerkandidat der Union, am Wahlabend der Bundestagswahl in Berlin, 23. Februar 2025. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Führung: CDU-Vorsitzender ist Bundeskanzler Friedrich Merz, der auf dem Parteitag in Stuttgart am 20. Februar 2026 mit 91,17 Prozent wiedergewählt wurde.10 Generalsekretärin ist seit dem 27. Juli 2026 kommissarisch Franziska Hoppermann.11 Die CSU führt Markus Söder, im Dezember 2025 mit 83,6 Prozent wiedergewählt, laut ZDF sein bisher schwächstes Ergebnis.12 Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist seit dem 29. Juli 2026 Thorsten Frei, Nachfolger des zurückgetretenen Jens Spahn.13

Bisheriges Verfahren: Die Union hat kein festes Verfahren für die Kanzlerkandidatur. 2021 entschied der CDU-Bundesvorstand zwischen Armin Laschet und Markus Söder; 2024 einigten sich Merz und Söder auf Merz.14

Aussagen und genannte Namen: Merz sagte laut dpa beim Politischen Aschermittwoch im Februar 2026, er habe „schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen“.15 Gerüchte vom Mai 2026, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst könne ihn ablösen, nannte das Umfeld des Kanzlers laut ZDFheute „unsinnig und realitätsfern“;16 Wüst selbst wies sie laut dpa als „Quatsch“ zurück.17

Nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland nannte die NZZ im September 2026 Söder, Wüst und zuvor Spahn als mögliche Nachfolger; Söder habe erklärt, das Kapitel Kanzlerkandidatur sei für ihn abgeschlossen.18 Laut tagesschau.de gilt Wüst in der CDU als „Nachfolge-Favorit“, viele CDU-Abgeordnete lehnten einen Kanzler Söder ab. Söder sagte am 14. September 2026 im Bayerischen Rundfunk auf die Frage, ob Merz noch der richtige Bundeskanzler sei: „Ich bin überzeugt davon, ja.“19 Laut ZDFheute wollte Merz am Abend des 20. September 2026 im CDU-Präsidium eine „indirekte Vertrauensfrage“ zu seinem Reformkurs stellen; vorab sagte er: „Ich bin fest entschlossen, an diesem Kurs festzuhalten.“20 Der Politikwissenschaftler Wolfgang Muno nannte in ZDFheute live Wüst, Daniel Günther und Söder als mögliche Kandidaten für 2029.21 Am Wahlabend des 20. September nannte Merz das CDU-Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern „ein Desaster“, erklärte aber, Kanzler und Parteivorsitzender bleiben und den Reformkurs fortsetzen zu wollen; die acht CDU-Ministerpräsidenten hatten sich am 16. September in einer gemeinsamen Erklärung hinter ihn gestellt.222324 Der frühere CDU-Generalsekretär Mario Czaja forderte Merz in der Sendung „Meinungsfreiheit“ des Fernsehsenders Welt zum Rücktritt auf: „Es ist an der Zeit, dass er den Platz frei macht.“25 Wüst verlangte am 27. September in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ ein Ende der Personaldebatte: „Ich möchte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen bleiben.“26

Markus Söder am Wahlabend der Bundestagswahl 2025

Markus Söder am Wahlabend der Bundestagswahl bei der CDU in Berlin, 23. Februar 2025. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Mehr zur Partei: CDU/CSU.

SPD

Bärbel Bas auf der re:publica 2025 in Berlin

Bärbel Bas auf der re:publica in Berlin, 26. Mai 2025. Foto: Leonhard Lenz, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 4.0, bearbeitet

Führung: Die SPD wird von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und Vizekanzler Lars Klingbeil geführt. Auf dem Parteitag am 27. Juni 2025 erhielt Bas 95,0 Prozent, Klingbeil 64,9 Prozent der Stimmen.27 Generalsekretär ist Tim Klüssendorf, Fraktionsvorsitzender Matthias Miersch.

Bisheriges Verfahren: Den Kanzlerkandidaten nominierte zuletzt der Parteivorstand auf Vorschlag der Vorsitzenden, etwa Olaf Scholz am 10. August 2020 und Peer Steinbrück am 1. Oktober 2012.28 Vor der Wahl 2025 erklärte Verteidigungsminister Boris Pistorius am 21. November 2024, er stehe für eine Kanzlerkandidatur nicht zur Verfügung; danach nominierte der Parteivorstand erneut Scholz.29

Aussagen und genannte Namen: Äußerungen von Bas oder Klingbeil zur Kanzlerkandidatur 2029 sind nicht bekannt. Pistorius führt seit Monaten die Rangliste des ZDF-Politbarometers an. Wolfgang Muno sagte vor der Wahl in ZDFheute live, bei einem Wahlsieg in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026 werde Ministerpräsidentin Manuela Schwesig „die nächste Kanzlerkandidatin der SPD werden“ – eine Einschätzung des Wissenschaftlers, keine Aussage der Partei.21 Die SPD wurde bei dieser Wahl mit 35,5 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der AfD (38,2 Prozent).30

Lars Klingbeil bei einer Wahlkampfveranstaltung in Köln 2022

Lars Klingbeil bei einer Wahlkampfveranstaltung der SPD zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auf dem Roncalliplatz in Köln, 13. Mai 2022. Foto: Raimond Spekking, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Mehr zur Partei: SPD.

AfD

Alice Weidel bei einer Rede in Budapest 2025

Alice Weidel bei der Konferenz CPAC Hungary in Budapest, 30. Mai 2025. Foto: Elekes Andor, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 4.0, bearbeitet

Führung: Alice Weidel und Tino Chrupalla führen Partei und Bundestagsfraktion. Auf dem Bundesparteitag in Erfurt am 4. Juli 2026 wurden beide ohne Gegenkandidaten wiedergewählt, Weidel mit 81,31 Prozent und Chrupalla mit 70,05 Prozent.31

Bisheriges Verfahren: Bei der Bundestagswahl 2025 stellte die AfD erstmals eine Kanzlerkandidatin auf: Der Bundesvorstand nominierte Weidel im Dezember 2024, der Parteitag in Riesa bestätigte sie im Januar 2025.32

Aussagen: Eine Nominierung für 2029 gibt es nicht. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stufte die AfD im Mai 2025 als „gesichert rechtsextremistische Bestrebung“ ein; wegen eines Eilverfahrens gilt eine Stillhaltezusage.33

Tino Chrupalla bei einer Rede im Bundestag 2020

Tino Chrupalla bei einer Rede im Deutschen Bundestag, 30. Oktober 2020. Foto: Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE, bearbeitet

Mehr zur Partei: AfD.

Bündnis 90/Die Grünen

Franziska Brantner in der Sendung Hart aber fair 2025

Franziska Brantner in der Sendung „Hart aber fair“, 27. Januar 2025. Foto: Superbass, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Führung: Parteivorsitzende sind Franziska Brantner und Felix Banaszak, die Bundestagsfraktion führen Katharina Dröge und Britta Haßelmann.

Bisheriges Verfahren: Die Spitzenkandidaten für 2013 und 2017 bestimmten die Mitglieder per Urwahl. 2021 nominierten die Grünen mit Annalena Baerbock erstmals eine Kanzlerkandidatin; 2025 trat Robert Habeck als Kanzlerkandidat an.34

Aussagen und genannte Namen: Eine Aussage der Partei zur Kandidatur 2029 ist nicht bekannt. Cem Özdemir wurde am 13. Mai 2026 zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt;35 im ZDF-Politbarometer vom September 2026 liegt er auf Platz 2.

Felix Banaszak auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen 2024

Felix Banaszak auf der 50. Bundesdelegiertenkonferenz in Wiesbaden, 16. November 2024. Foto: Martin Kraft, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Mehr zur Partei: Grüne.

Die Linke

Ines Schwerdtner auf dem Bundesparteitag der Linken im Januar 2025

Ines Schwerdtner auf dem außerordentlichen Bundesparteitag der Linken in Berlin, 18. Januar 2025. Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Führung: Parteivorsitzende sind Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano. Beim Parteitag am 20. Juni 2026 wurde Schwerdtner mit 85,7 Prozent bestätigt; Pantisano erhielt ohne Gegenkandidaten 53,3 Prozent. Er folgte auf Jan van Aken, der aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut antrat.36 Die Bundestagsfraktion führen Heidi Reichinnek und Sören Pellmann.37

Bisheriges Verfahren: Bei der Bundestagswahl 2025 traten Heidi Reichinnek und Jan van Aken als Spitzenkandidaten an.38

Aussagen: Zur Spitzenkandidatur 2029 hat sich die Partei bisher nicht geäußert. Reichinnek liegt im ZDF-Politbarometer vom September 2026 auf Platz 8.

Heidi Reichinnek auf der re:publica 2025 in Berlin

Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Linken, auf der re:publica in Berlin, 27. Mai 2025. Foto: Leonhard Lenz, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY 4.0, bearbeitet

Mehr zur Partei: Die Linke.

FDP

Wolfgang Kubicki im Plenarsaal des Bundestages 2020

Wolfgang Kubicki, damals Vizepräsident des Bundestages, im Plenarsaal, 2. Juli 2020. Foto: Olaf Kosinsky, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE, bearbeitet

Führung: Die FDP ist seit der Wahl 2025 (4,3 Prozent) nicht mehr im Bundestag vertreten. Am 30. Mai 2026 wählte der Parteitag Wolfgang Kubicki in einer Kampfabstimmung gegen Marie-Agnes Strack-Zimmermann zum Bundesvorsitzenden; er erhielt 390 von 658 Stimmen. Generalsekretär ist Martin Hagen.39

Bisheriges Verfahren: Spitzenkandidat war zuletzt dreimal Christian Lindner; einen Kanzlerkandidaten nominierte die FDP nur 2002 mit Guido Westerwelle.

Aussagen: Zur Spitzenkandidatur 2029 hat sich die Partei bisher nicht geäußert.

Mehr zur Partei: FDP.

BSW

Amira Mohamed Ali in der Sendung Hart aber fair 2023

Amira Mohamed Ali in der Sendung „Hart aber fair“, 13. Februar 2023. Foto: Superbass, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Führung: Das BSW scheiterte 2025 mit 4,98 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Beim Parteitag am 6. Dezember 2025 wurden Fabio De Masi (93,3 Prozent) und Amira Mohamed Ali (82,6 Prozent) zu Vorsitzenden gewählt; Parteigründerin Sahra Wagenknecht zog sich von der Parteispitze zurück. Der Parteitag beschloss zudem einen neuen Parteinamen.40

Bisheriges Verfahren: 2025, bei der ersten Bundestagswahl der Partei, trat Wagenknecht als Kanzlerkandidatin an.

Aussagen: Zur Spitzenkandidatur 2029 hat sich die Partei bisher nicht geäußert.

Fabio De Masi in der Sendung Hart aber fair 2024

Fabio De Masi in der Sendung „Hart aber fair“, 28. Mai 2024. Foto: Superbass, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet

Mehr zur Partei: BSW.

Weiterführende Artikel

Einzelnachweise

  1. Die Bundeswahlleiterin, Bundestagswahl 2029, abgerufen am 14.09.2026 (§ 21 Abs. 3 BWahlG: Vertreterversammlungen frühestens ab dem 26.08.2027, Bewerber frühestens ab dem 26.11.2027). ↩

  2. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 63. ↩

  3. Deutscher Bundestag, Friedrich Merz mit 325 Stimmen zum Bundeskanzler gewählt, 06.05.2025. ↩

  4. infratest dimap, ARD-DeutschlandTrend September 2026, Erhebung 31.08.–02.09.2026, 1.319 Befragte. ↩

  5. ZDFheute, Politbarometer Extra: Union weiter klar vorn, Merz hält Vorsprung in der K-Frage, 20.02.2025 (Forschungsgruppe Wahlen, 1.349 Befragte, 19.–20.02.2025); ntv, RTL/ntv-Trendbarometer: FDP winkt Wiedereinzug, auch Union und Linke legen zu, 18.02.2025 (Forsa, 2.501 Befragte, 11.–17.02.2025). ↩

  6. ZDF-Presseportal, ZDF-Politbarometer August 2026, 20.08.2026, Erhebung 17.–19.08.2026, 1.319 Befragte. ↩

  7. ZDF-Presseportal, ZDF-Politbarometer September 2026, 25.09.2026, Erhebung 22.–24.09.2026, 1.346 Befragte. ↩

  8. Wikipedia, Kanzlerkandidat, Abschnitt „Kanzlerkandidaten seit 1949“, abgerufen am 18.09.2026. ↩

  9. Wikipedia, Bundeskanzler (Deutschland), Tabellen „Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland“ und „Alterstabelle“, abgerufen am 18.09.2026; Amtszeiten und Alter daraus berechnet. ↩

  10. ZDFheute, 91,17 Prozent: Merz als CDU-Parteivorsitzender wiedergewählt, 20.02.2026. ↩

  11. tagesschau.de, Hoppermann ist neue CDU-Generalsekretärin, 27.07.2026. ↩

  12. ZDFheute, Markus Söder als CSU-Chef wiedergewählt – mit 83,6 Prozent, 12.12.2025. ↩

  13. Wikipedia, Kabinett Merz, abgerufen am 14.09.2026. ↩

  14. Wikipedia, Markus Söder, abgerufen am 14.09.2026. ↩

  15. dpa, abgedruckt in: Bayerische Staatszeitung, Kanzler auf „längere Zeit“: Merz strebt zweite Amtszeit an, 19.02.2026. ↩

  16. ZDFheute, „Kanzlerwechsel“: Was an den Gerüchten dran ist, 28.05.2026. ↩

  17. dpa, abgedruckt in: Mindener Tageblatt, Wüst sagt Merz volle Unterstützung zu, 29.05.2026. ↩

  18. NZZ, Ungeliebt und ungewollt: Für Friedrich Merz wird es nach den Wahlen in Ostdeutschland eng, 06.09.2026. ↩

  19. tagesschau.de, Merz-Rückhalt in der Union bröckelt: Geteilte Stimmungslage, 15.09.2026. ↩

  20. ZDFheute, Entscheidung über Merz’ Zukunft schon am Sonntag?, 15.09.2026. ↩

  21. ZDFheute, Politbarometer: CDU drohen zwei Wahlniederlagen, 11.09.2026 (Einschätzungen des Politikwissenschaftlers Wolfgang Muno zu Union und SPD). ↩ ↩2

  22. ZDFheute, „Ein Desaster“: Merz reagiert auf das CDU-Wahlergebnis, 20.09.2026. ↩

  23. Tagesspiegel, Erklärung nach „Desaster“ in Mecklenburg-Vorpommern: Merz will Kanzler bleiben und Reformkurs fortsetzen, 20.09.2026. ↩

  24. Berliner Zeitung, Nach Gerüchten über Kanzlersturz: Acht CDU-Ministerpräsidenten stellen sich hinter Merz, September 2026. ↩

  25. t-online, Mario Czaja: Ehemaliger Generalsekretär von Merz fordert dessen Rücktritt, 23.09.2026. ↩

  26. ZDFheute, Wüst: „Möchte Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen bleiben“, 27.09.2026. ↩

  27. SPD, Bärbel Bas und Lars Klingbeil als SPD-Vorsitzende gewählt, Pressemitteilung, 27.06.2025. ↩

  28. Wikipedia, Sozialdemokratische Partei Deutschlands, abgerufen am 14.09.2026. ↩

  29. ZDFheute, Boris Pistorius verzichtet auf Kanzlerkandidatur, 21.11.2024. ↩

  30. Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern – Endgültiges Ergebnis (PDF), 30.09.2026. ↩

  31. ZDFheute, AfD-Parteitag: Tino Chrupalla und Alice Weidel wiedergewählt, 04.07.2026. ↩

  32. Wikipedia, Alice Weidel, abgerufen am 14.09.2026 (nach Spiegel, 07.12.2024). ↩

  33. Wikipedia, Tino Chrupalla, abgerufen am 14.09.2026 (nach Zeit Online, 08.05.2025). ↩

  34. Wikipedia, Bündnis 90/Die Grünen, abgerufen am 14.09.2026. ↩

  35. ZDFheute, Baden-Württemberg: Özdemir zum Ministerpräsidenten gewählt, 13.05.2026. ↩

  36. ZDFheute, Linke wählt neues Spitzenduo: Pantisano nur knapp gewählt, 20.06.2026. ↩

  37. Wikipedia, Heidi Reichinnek, abgerufen am 14.09.2026. ↩

  38. Wikipedia, Die Linke, abgerufen am 14.09.2026 (nach Spiegel, 10.11.2024). ↩

  39. ZDFheute, Wolfgang Kubicki gewinnt Kampfabstimmung um FDP-Vorsitz, 30.05.2026. ↩

  40. ZDFheute, BSW: Parteitag wählt neue Parteispitze und beschließt neuen Namen, 06.12.2025. ↩

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