Landtagswahl in Sachsen 2029
Wahl zum 9. Sächsischen Landtag, voraussichtlich im Herbst 2029
Zuletzt aktualisiert am 1. Oktober 2026

Das Gebäude des Sächsischen Landtags in Dresden. Foto: PantheraLeo1359531, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0, bearbeitet
In Sachsen wird voraussichtlich im Herbst 2029 der 9. Sächsische Landtag gewählt. Ein Wahltermin ist noch nicht festgesetzt (Stand: 1. Oktober 2026).1
Bei der letzten Landtagswahl am 1. September 2024 wurde die CDU knapp vor der AfD stärkste Partei. Seit Dezember 2024 regieren CDU und SPD unter Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) als Minderheitsregierung.2 3
Wann ist die Landtagswahl in Sachsen?
Nach Artikel 44 der Sächsischen Verfassung wird der Landtag auf fünf Jahre gewählt; seine Wahlperiode endet mit dem Zusammentritt eines neuen Landtags.4 Das Sächsische Wahlgesetz bestimmt genauer, dass der Wahltag frühestens 58 und spätestens 60 Monate nach Beginn der Wahlperiode liegen muss. Den Termin legt die Staatsregierung im Einvernehmen mit dem Präsidium des Landtags fest.5
- Die Wahlperiode des 8. Landtags begann laut Wikipedia mit der konstituierenden Sitzung am 1. Oktober 2024.6
- Rechnerisch liegt der Wahltag damit zwischen Anfang August und Anfang Oktober 2029.
- wahlrecht.de führt die Wahl unter „Herbst 2029“.1
Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen
Für Sachsen verzeichnet wahlrecht.de seit 2025 nur zwei Landtagsumfragen; beide erstellte INSA, als Auftraggeber ist das Portal NIUS angegeben. Laut der jüngsten Umfrage (INSA (NIUS*), 21.05.2026) liegt die AfD mit 42,0 % vor der CDU (21,0 %) und der Linken (9,0 %).
Entwicklung der Umfragewerte
Seit 7. Juni 2025 wurden nur 2 Umfragen veröffentlicht (INSA, 21.05.2026; INSA, 07.06.2025). Ein Verlauf lässt sich daraus nicht ablesen.[^wr]
Ausgangslage: die Landtagswahl 2024
Bei der Wahl am 1. September 2024 erreichte die CDU 31,9 Prozent der Listenstimmen, die AfD 30,6 Prozent. Das erstmals angetretene BSW kam auf 11,8 Prozent. Die Linke blieb mit 4,5 Prozent unter der Sperrklausel, zog aber über die Grundmandatsklausel in den Landtag ein. Die Freien Wähler erhielten ein Direktmandat.
Umfrage
Ergebnis 2024
Sitzverteilung 2024
Die Wahlbeteiligung lag bei 74,4 Prozent, 2019 waren es 66,5 Prozent.7
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, endgültiges Ergebnis; Sitze nach wahlrecht.de.2 7
Regierung: Minderheitskoalition aus CDU und SPD
Sondierungsgespräche von CDU, BSW und SPD über eine gemeinsame Regierung scheiterten. Michael Kretschmer wurde am 18. Dezember 2024 im zweiten Wahlgang als Ministerpräsident wiedergewählt. Das Kabinett Kretschmer III aus CDU und SPD verfügt über 51 der 120 Sitze und hat keinen festen Tolerierungspartner.3
Seit der Wahl
- Im Dezember 2025 bezifferte die Staatsregierung die Lücke für den kommenden Doppelhaushalt auf 2,9 Milliarden Euro und kündigte einen Stellenabbau an.8
- Im Januar 2026 gab Sabine Zimmermann aus gesundheitlichen Gründen den Vorsitz der BSW-Fraktion und ihr Landtagsmandat ab.9
- Am 27. September 2026 verließ die Abgeordnete Doreen Voigt die BSW-Fraktion; als Grund nannte sie die aus ihrer Sicht fehlende Abgrenzung der Fraktion von der AfD. Sie behält ihr Mandat als fraktionslose Abgeordnete.10
- Der Landtag setzt sich damit so zusammen (Stand: 1. Oktober 2026): CDU 41, AfD 40, BSW 14, SPD 10, Grüne 7, Linke 6 sowie zwei fraktionslose Abgeordnete, Doreen Voigt und Matthias Berger (als Parteiloser für die Freien Wähler gewählt).11 6
Wahlrecht in Sachsen
- Jede Person hat zwei Stimmen: die Direktstimme für eine Kandidatin oder einen Kandidaten in einem der 60 Wahlkreise und die Listenstimme für die Landesliste einer Partei.
- Der Landtag hat mindestens 120 Sitze, davon 60 Direktmandate. Die Zahl der Ausgleichsmandate ist begrenzt.
- Die Sitze werden seit 2024 nach dem Verfahren Sainte-Laguë verteilt (vorher d’Hondt).
- Sperrklausel: 5 Prozent der Listenstimmen oder mindestens zwei Direktmandate.
- Wählen dürfen Deutsche ab 18 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in Sachsen wohnen.
Quelle: wahlrecht.de.12
Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen seit 1990
Weiterführende Artikel
- MDR: BSW in Sachsen: Sabine Zimmermann zieht sich zurück – und jetzt? (20.01.2026)
- MDR: Haushaltslücke in Sachsen: Wird das Bildungsticket jetzt teurer? (24.02.2026)
- MDR: Sachsen fehlen 2,9 Milliarden Euro für Doppelhaushalt – Stellenabbau geplant (09.12.2025)
- MDR: Sachsen: Minderheitsregierung legt Eckpunkte für Doppelhaushalt fest (11.02.2025)
- Statistisches Landesamt Sachsen: Landtagswahl 2024 – Endgültige Ergebnisse
- Wikipedia: Kabinett Kretschmer III
Einzelnachweise
-
wahlrecht.de, Wahltermine in Deutschland, abgerufen am 01.10.2026. ↩ ↩2
-
Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Landtagswahl 2024 – Endgültige Ergebnisse. ↩ ↩2
-
Wikipedia, Kabinett Kretschmer III, abgerufen am 14.09.2026. ↩ ↩2
-
Verfassung des Freistaates Sachsen, Art. 44, abgerufen am 14.09.2026. ↩
-
Sächsisches Wahlgesetz, § 16 Abs. 2, abgerufen am 14.09.2026. ↩
-
Wikipedia, Sächsischer Landtag, abgerufen am 01.10.2026. ↩ ↩2
-
wahlrecht.de, Landtagswahlen in Sachsen. ↩ ↩2
-
MDR, Sachsen fehlen 2,9 Milliarden Euro für Doppelhaushalt – Stellenabbau geplant, 09.12.2025. ↩
-
MDR, BSW in Sachsen: Sabine Zimmermann zieht sich zurück – und jetzt?, 20.01.2026. ↩
-
Berliner Zeitung, Bruch beim BSW in Sachsen: Doreen Voigt verlässt die Landtagsfraktion, September 2026. ↩
-
Sächsischer Landtag, Fraktionen, abgerufen am 01.10.2026. ↩
-
wahlrecht.de, Landtagswahlrecht Sachsen. ↩






